Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Autor: Isabella Grey (page 1 of 22)

Gruß aus Großmutters Küche – Schneller Streußelkuchen

Erwartet Ihr spontanen Besuch zum Sonntagskaffee und habt es nicht mehr rechtzeitig zum Bäcker geschafft? Und der Blick in den Kühlschrank gibt auch nicht genug Zutaten für einen leckeren Kuchen oder eine näckische kleine Torte her – keine Panik. Ihr müsst die Gäste nicht gleich wieder nach Hause schicken oder mit altbackenen Keksen vertrösten! Eine leckere Marmelade aus Omas Vorratskeller und die letzten Reserven aus der Küche können Euch den Sonntag trotzdem noch versüßen.

Diese wunderbare kleine Nascherei gehört zu meinen liebsten Kindheitserinnerungen! Früher liebevoll von Omi gebacken und zum Nachmittagskaffee aufgetischt und heute wieder aus dem Rezeptfundus hervor gekramt. 

Streußelkuchen

Rezept für ein 20cm Blech 

1 Ei
250g Mehl
100g Butter
50g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
6 EL Marmelade [Eurer Wahl]
50g Nüsse [Macadamia oder Mandeln]

1) Gebt Mehl, beide Zucker, Salz, Butter und Ei in eine Rührschüßel und verknetet alles zu einem krümeligen Mürbteig – packt alles in Frischhaltefolie und lasst den Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen. 
2) In der Zwischenzeit könnt Ihr Eure Nüsse grob hacken, Euer Blech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen. 
3) Gebt etwa zwei drittel des Mürbteigs auf das Blech und rollt ihn gleichmäßig aus – stochert mit der Gabel noch ein paar Löcher hinein, damit auch alles knusprig wird. 
4) Verteilt die Marmelade gleichmäßig auf dem Kuchenboden – wer mag kann jetzt auch noch etwas frisches Obst [falls vorhanden] darüber geben.
5) Den übrigen Teig mischt ihr mit den Nüssen und zerbröselt alles in der Schüssel – krümelt alles gleichmäßig auf Euren Kuchen.
6) Backt Euren Streußelkuchen bei 170°C Umluft für 20-25 Minuten goldbraun und lasst ihn anschließend noch kurz abkühlen.

 

Und so habt Ihr im Handumdrehen eine leckere Nascherei für die Kaffeetafel, oder einfach für Zwischendurch gezaubert! Habt Ihr auch solche Lieblingsklassiker aus Großmutters Rezeptbüchern, die Ihr immer mal wieder hervor zaubert? Dann nichts wie her damit, ich freue mich schon auf Eure liebsten kulinarischen Erinnerungen aus der Kindheit!   

Pretty in pink – Blumenkohlsalat mit frittierten Kapern

Die letzten Wochen sind im Lebkuchennest wie im Flug vergangen! Dabei seit Ihr meine Lieben leider etwas auf der Strecke geblieben und der Juli war etwas dünn gesäht mit Rezepten. Aber ich habe die Zeit gut genutzt, denn ich konnte viele neue Inspirationen und Eindrücke sammeln. Darum gibt es ab heute wieder regelmäßig frischen Nachschub aus meiner kleinen Testküche für Euch zum Nachkochen! Den Anfang macht heute ein knackiger Blumenkohlsalat der auch bei grauen Wolken am Himmel etwas Sonne auf den Tisch zaubert. 

Und bevor jetzt alle besorgt sind wegen der knalligen Farbe, [no Lebensmittelfarbe was harmed in the making] alles ganz natürlich! Wer die Food Trends in letzter Zeit verfolgt hat, dem wird auch der Hype um das viele bunte Obst und Gemüse aufgefallen sein. Egal ob lila Kartoffeln, weiße Erd- und Himbeeren oder bunte Karotten – die Palette die uns Mutter Natur bietet ist schier unendlich. Dabei ist besonders das lila Gemüse heiß begehrt. Umso glücklicher war ich, als ich beim letzten Streifzug über den Markt diesen prachtvollen Blumenkohl entdeckt habe! Leider sind im Laufe der Zeit durch Industrialisierung die alten Sorten aus der Landwirtschaft verdrängt worden, doch so langsam kehren sie wieder zurück auf unsere Teller. Dabei sehen sie nicht nur gut aus, sondern bringen mit den knalligen Farben auch noch ein ganzes Bündel an wichtigen Nährstoffen in Eure Ernährung.

Blumenkohlsalat mit frittierten Kapern

Rezept für 4 Portionen

1/2 Blumenkohl 
2 Schalotten
1/4 Bund Petersilie
1/2 Glas Kapern
50 g Mandelblättchen
2 EL Kräuteröl
4 EL Apfelessig
1 TL Honig
Meersalz
Pfeffer aus der Mühle
Pflanzenöl
1) Wir starten mit dem Hingucker des Gerichts – blanchiert den Blumenkohl 5-8 Minuten in kochendem Salzwasser und gebt ihn anschließend in salziges Eiswasser [um die schöne Farbe zu erhalten]. 
2) Putzt die Schalotten und schneidet sie in feine Ringe, hackt die Petersilie fein – gebt alles zusammen mit Essig, Öl, Honig in die Salatschale und würzt alles mit Salz & Pfeffer. 
3) Teilt den Blumenkohl in einzelne Röschen und hebt ihn unter das Dressing – lasst alles ein paar Minuten ziehen.
4)Legt die Kapern auf Küchencrepé trocken und erhitzt das Öl – frittiert die Kapern vorsichtig, bis die Blüten aufplatzen [haltet am besten ein Spritzsieb parat].
5) In der Zwischenzeit könnt ihr die Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten – serviert den Salat mit den warmen Toppings ohne alles oder mit einem knusprigen Brot eurer Wahl.  
Während der Zubereitung wechselt der Blumenkohl ein paar Mal seine Farbe, Anfangs violett wird er nach dem Blanchieren bläulich – sobald der Essig dazu kommt wird er knallig pink! Das Zusammenspiel der salzigen Kapern und der säuerlichen Note vom Salatdressing passt perfekt in die Jahreszeit. Und das Beste: der Salat lässt sich super vorbereiten oder einfach ganz schnell frisch zubereiten, um anschließend den Feierabend zu genießen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim nachkochen und freue mich über Eure Erfahrungen mit den knallig bunten Urgemüsen! 

Würzig! – Saucen, Pickles & Co. von Caroline Dafgard Widnersson [Rezension]

Heute wird’s pikant im Lebkuchennest! Die Grillsaison ist eingeläutet und die Sonne lässt sich endlich täglich blicken – höchste Zeit den Vorratsschrank wieder mit leckeren hausgemachten scharfen Saucen, eingelegten knackigen Gemüsen und Würzmischungen zu füllen! Zu aufwändig? Von wegen! Der Hädecke Verlag hat genau das richtige Buch für alle Skeptiker und ich durfte es selbst testen.

Ich gehöre ja dank diverser Unverträglichkeiten zu den Selbermachern – Fertigsaucen und Tütenmischungen sucht man in meiner Küche vergeblich. Aber deshalb auf spontane Abendessen mit leckeren  Würzsaucen, schnellen Marinaden und kleinen knackig angemachten Beilagen verzichten? No way~ Nehmt Euch an einem verregneten Abend einfach ein paar Minuten am Herd statt auf der Couch und profitiert den restlichen Sommer davon. Und das Beste – für die meisten Basisrezepte im Buch müsst ihr nicht einmal extra los ziehen und einkaufen, denn die meisten Zutaten hat man in der gut ausgestatteten Küche schon auf Lager!

Am meisten hat mich die klare Struktur des Buchs, trotz der Fülle an Rezepten überzeugt – es ist für jeden Anlass das Richtige dabei und selbst der größte Kochmuffel lässt sich von den köstlichen Ideen infizieren. Darum konnte auch ich mich kaum entscheiden welches der Rezepte ich Euch heute hier vorstellen möchte – aber warum immer entweder oder? Hier meine sieben Alltagshelden.

Süßer  scharfer Senf

60g Senfkörner
200g Zucker
2 TL Branntweinessig
1 EL Honig
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Ingwer 
1 Messerspitze Koriander
100 ml Wasser 
1) Gebt alle Zutaten in einen Topf und mischt sie gründlich.
2) Kocht die Mischung 5 Minuten leicht auf.
3) Füllt Euren Senf in sterile Gläser und verschließt die Deckel gründlich – nach 2-3 Tagen ist er verzehrfertig [hält sich aber bis zu einem halben Jahr].

Sojamajonaise

2 Eigelb
400ml Pflanzenöl
1 EL Weißweinessig
1 EL Dijonsenf
1 EL Sojasauce
1) Holt am besten alle Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie bei der Zubereitung Zimmertemperatur haben – mischt die Eigelbe mit dem Senf zu einer glatten Masse.
2) Gebt unter Rühren das Öl dazu bis die Majonaise langsam eindickt – schmeckt alles mit Essig und Sojasauce ab.
Fischgewürz
1 EL Fenchelsamen
2 Wachholderbeeren
5 rosa Pfefferbeeren
1 TL Zitronenabrieb
1/2 TL weißer Pfeffer
1 EL getrocknete Petersilie
1 TL Selleriesalz
1 TL getrockneter Lauch
1) Gebt die Fenchelsamen, Wachholderbeeren, Pfefferbeeren zusammen mit Zitronenabrieb in eine Kaffeemühle oder einen Mörser und mahlt alles grob. 
2) Mischt die übrigen Gewürze dazu und verschließt alles luftdicht in einem Glas.

Mit einer hausgemachten Sauce als Beigabe zu einem Essen lässt sich jedes noch so simple Gericht aufwerten – Eure Lieben werden begeistert sein welche Mühe ihr Euch gemacht habt und wie viel Aufwand ihr betrieben habt, dabei stand sie schon im Vorratsschrank um auf ihren Einsatz zu warten. Die Vorbereitungen rentieren sich also in jeder Hinsicht, ihr kocht einmal mit wenig Aufwand vor und spart im Nachhinein massig Zeit und könnt obendrein noch Euer Grillfest, Picknick oder Abendessen aufpeppen! 

Vietnamesische Pickles

400g Rettich in dünne Scheiben geschnitten
2 EL Zucker
150ml Wasser
100ml Reisessig 
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1) Setzt einen Topf auf und kocht Wasser, Reisessig, Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen und Zucker miteinander auf. 
2) Lasst die Mischung abkühlen und gebt sie zusammen mit dem Rettich in ein steriles Glas.
3) Alternativ könnt Ihr auch Radieschen oder Karotten verwenden – die Pickles halten sich im Kühlschrank mehrere Wochen. 
Jalapen~no Pickles
200g Jalapenos
45g Zucker
50ml Branntweinessig
50ml Apfelessig
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
150ml Wasser
1) Gebt wieder Essig, Zucker, Wasser, Pfefferkörner und Koriandersamen zusammen in einen Topf und lasst es aufkochen.
2) Schneidet die Jalapenos klein und gebt die abgekühlte Lake darüber, verschließt alles in einem sterilen Glas mit luftdichtem Deckel.
3) Die Pickles sind im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar und vielseitig einsetzbar. 
 Rote Zwiebel Pickles
4 rote Zwiebeln
300ml Wasser
135g Zucker
50ml Branntweinessig
1 Messerspitze schwarze Pfefferkörner
1) Schält die Zwiebeln und schneidet sie in dünne Ringe – schlichtet sie in saubere sterile Gläser.
2) Kocht Essig, Wasser, Pfefferkörner und Zucker miteinander auf bis sich der Zucker vollständig auflöst.
3) Lasst die Mischung abkühlen und verteilt alles über die Zwiebeln – mit einem Deckel luftdicht abschließen und ab in den Kühlschrank. 
Sichuan Chiliöl
700ml Erdnußöl
2 EL Sichuanpfeffer
1 TL Salz
150g rote Chilischoten
3 Knoblauchzehen
1 Zimtstange
3 cm Ingwer
1/2 EL Koriandersamen
2 Sternanis
6 Kardamomkapseln
1) Erhitzt das Erdnußöl in einem Topf vorsichtig auf 110° C – röstet in der Zwischenzeit alle weiteren Zutaten [bis auf Chilischoten, Knoblauch, Ingwer. Salz und Sichuanpfeffer] in einer Pfanne leicht an. 
2) Gebt die Gewürze in einen Mörser und zerstoßt alles grob.
3) Schält die Knoblauchzehen und schneidet den Ingwer in Scheiben – gebt alles zusammen mit den gemörserten Gewürzen und Sichuanpfeffer zu dem Öl und erhitzt es noch einmal für 10 Minuten.
4) Entweder könnt ihr nun die Schoten im Ganzen mit dem Salz in Gläser füllen, oder ihr entfernt Kerne und Stilansatz und zerkleinert die Schoten im Mörser – gießt das heiße Öl durch ein Sieb darüber und verschließt den Deckel gründlich. 

Das war ein kleiner Querschnitt meiner Lieblingsrezepte aus dieser Fülle an Ideen! Ich hoffe Ihr findet auch ein paar Lieblinge in diesem traumhaften Buch das sowohl Einsteiger als auch Weckprofis anspricht – viel Spaß beim ausprobieren, einkochen und trocknen! 

Older posts

© 2017 Lebkuchennest

Theme by Anders NorenUp ↑