Lebkuchennest meldet sich zurück von der Insel und hat ein paar Leckerbissen im Reisegepäck über den Kanal geschmuggelt! Meine Foodmission hat mich diesmal nach Great Briten geführt um die Höhen und Tiefen der einst so verpönten britischen Esskultur etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.  


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Und wo könnte die Kochkunst vielfältiger und die Geschmäcker multikultureller sein als im pulsierenden Dreh- und Angelpunkt London?

Wer an englische Küche denkt, dem fällt zu aller erst einmal der Klassiker schlecht hin ein – Fish & Chips! Doch die gibt es in London an jeder Straßenecke. Meine Süßwasserperle unter den Backfischtempeln habe ich im Hook Camden ausfindig gemacht!Screenshot_2016-02-28-21-47-14-1

Hier bekommt das verstaubte Image des Traditionsessens neuen Schwung verliehen – von fangfrischer Dorade bis zu Schellfisch über knackfrische Beilagen wie Minty Mushie Peas und dazu servierte hausgemachte Saucen!Screenshot_2016-02-28-21-49-30-1

Wer mit den schuppigen Zeitgenoßen weniger anfangen kann wird im Steak & Co bestens versorgt. Die Spezialität des Steakhouses sind die Premiumsteaks serviert auf heißem Lavastein, zum selbst grillen! Keine faule Masche aus der Küche, sondern ein cleverer Trend der sich immer mehr durchsetzt – der Gast bestimmt seinen Garpunkt selbst und kann so noch am Tisch das Zischen und die verführerischen Grillaromen des Fleisches genießen.Screenshot_2016-02-29-18-48-14-1 Screenshot_2016-02-29-18-52-46-1

Die Menüs sind sehr puristisch gehalten und mit diversen Salzflakemischungen, Saucen und Kräuterbutter geschmackvoll auf das Fleisch abgestimmt – wer noch Verlangen nach mehr hat darf sich an knusprigen Sweet Fries, Onion Rings im Bierteig oder Coleslaw und anderen Gemüsebeilagen seiner Wahl glücklich futtern. Screenshot_2016-02-29-18-47-19-1 Screenshot_2016-02-29-18-49-55-1

Für das klassisch britische Frühstück steuert man am besten direkt den Breakfastclub, Bad Egg oder Dugg&Waffles an – wer aber nach ein paar Tagen voller morgendlicher Kalorienbomben etwas Abwechslung [und den besten Kaffee der Stadt sucht] sucht sollte direkt Paddington ansteuern…IMG-20160216-WA0007

Hausgemachter Kartoffelsalat dazu saftiges Roggenbrot belegt mit frischen Salaten und Fleischbällchen on top sind nichts für Hochstapler, oder doch? Denn die Frühstücksschnittchen kommen gleich doppelstöckig daher, zum gemeinsam genießen und teilen! Diese erstklassige skandinavische Küche in a very british way findet Ihr im  Kupp. – tolles Ambiente modern & heimelig zugleich und als Sahnehäubchen ein toller Ausblick auf den Kanal. Sofern Ihr Euch nicht vom Getummel in der offen einsehbaren Küche ablenken lasst versteht sich x3

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Wenn Ihr in London auf der Suche nach dem kulinarischem Höhepunkt seit, darf ein Foodplace auf Eurer Reiseroute auf gar keinen Fall fehlen – Jamie Olivers Fifteen … Screenshot_2016-02-29-21-52-12-1

Selbst wenn Ihr kein Fan der ersten Stunde seit, werdet Ihr hier die geschmackliche Offenbarung auf den Tellern finden –  eine Köstlichkeit nach der anderen wandert im Minutentakt aus der Küche! Dabei hat nicht nur der Gaumen seine Freude…

Screenshot_2016-02-29-21-44-52-1[Sous vide gegarte Ente, marinierte Holunderbeeren, frittierte Petersilienwurzel, Chicoree]

Screenshot_2016-02-29-21-44-06-1[Karamellisierter Filoteig, Himbeeren, Frischkäsecreme, Rote Beete Sirup]

Screenshot_2016-02-29-21-41-42-1[Zweierlei vom Spanferkel, schwarzer Knoblauch, Miso, geräucherte Kerbelwurzel]

Screenshot_2016-02-29-21-39-23-1[Schokoladenmouse, Kreuzkümmel Karamell, Whisky Eiscreme]

Die abwechslungsreiche kreative Karte hat für jeden Gast eine Gaumenexplosion zu bieten, die man sich nicht entgehen lassen darf!

Nachdem der übliche Sightseeing Trubel abgeschloßen ist kann man entweder die Seele in einem der riesigen Parks baumeln lassen oder sich zur Entspannung durch den Borough Market naschen…

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Hier kommen die verschiedenen Geschmäcker der Multi Kulti Stadt zusammen, verpackt in charmantem Wochenmarktflair – lokale Produkte in echter Handarbeit produziert.

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Zu einem Aufenthalt in London gehört natürlich auch ein Ausflug nach Soho – hier tummeln sich einige der besten Restaurants der Stadt und die Einflüsse aus Chinatown spiegeln sich in vielen Gerichten wieder. In mitten des chinesischen Neujahrsfestes haben wir es uns im Burger&Lobster gemütlich gemacht – wer hier einen Tisch möchte muss zu den Stoßzeiten etwas Geduld mitbringen, da es schon mal zu Wartezeiten von ein bis zwei Stunden kommen kann [die Ihr aber bei einem Drink an der Bar verbringen könnt]

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Das Prinzip ist so simpel wie genial – die Speisekarte besteht aus genau 3 Komponenten: Hummer, Burger und Hummer Sandwich [Lobster Roll]

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Wer sich nicht entscheiden kann bekommt natürlich auch gemischte Teller mit halben Portionen, oder Ihr teilt Euch die Gerichte mit Eurem Tischnachbarn! Dazu gibt es hausgemachte Eistees oder spritzige Cocktails – für die Eiligen gibt es noch das Smack and Lobster, ein kleines Deli das ebenso die leckeren Lobster Rolls serviert.

Mein Fazit – die britische Küche hat wesentlich mehr zu bieten als nur alten Fisch und fettige Fritten! Die Delis an jeder Straßenecke bieten eine kleine kulinarische Weltreise durch die exotischsten Länder – wer mehr auf bodenständige Hausmannskost steht geht ins Diner und lässt sich von kohlehydrat- und kalorienreicher Kost verwöhnen.  Gegen das Nachmittagstief bekommt Ihr in unzähligen chicen Bäckereien zuckrige Nervennahrung in ihrer schönsten Form! 

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 So und jetzt genug getextet – packt die Koffer, ab zum Flughafen und wagt einen kleinen Städtetrip nach UK, es lohnt sich!