Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Schlagwort: Gewürze (page 1 of 2)

Hausgemachter Apfelpunsch – Dritter Advent

Der Weihnachtsstreß hat mich auch dieses Jahr wieder voll im Griff, geht es Euch da genau so? Man nimmt sich jedes Jahr im November vor, die Weihnachtszeit in vollen Zügen zu genießen und sich Zeit zu nehmen, aber vor allem zur Ruhe zu kommen. Doch am Ende ist man doch nur wieder am rotieren und ertappt sich eine Woche vor dem großen Fest dabei schon wieder beim genauen Gegenteil von ruhig und besinnlich. Darum werde ich nun wenigstens noch die letzten Tage vor Weihnachten herunter fahren. Aber keine Panik – Euch erwarten trotzdem noch zwei leckere Adventsüberraschungen!

Passend zum Thema gemütlich, ruhig, besinnlich, verrate ich Euch heute mein Lieblingspunschrezept – schließlich geht nicht´s über einen warmen Punsch in den Händen, wenn es draußen stürmt und schneit…

Hausgemachter Apfelpunsch

Rezept für einen fröhlichen Abend

1 unbehandelte Orange
2 Liter Apfelsaft
200ml Rum [54 vol.] 
2 Zimtstangen
1 Anisstern
1 Nelke
 1 ausgekratzte Vanilleschote
1 TL Rohrzucker
1 Prise Salz

1) Gebt die Gewürze zusammen mit Rum {die Menge lässt sich variieren] und Apfelsaft in einen Topf und lasst alles kurz auf köcheln.
 2) Schneidet die Orange in Scheiben und lasst diese im heißen Punsch ziehen.
3) Ich bereite den Punsch immer schon am Vorabend zu, damit er noch aromatischer ist – wer es nicht ganz so würzig mag nimmt die Gewürze nach ein bis zwei Stunden heraus . 

Dieser hausgemachte Apfelpunsch darf an kalten Adventsabenden, wenn ihr richtig durchgefroren seit und Euch nach Geborgenheit und Gemütlichkeit sehnt auf keinen Fall fehlen! Gönnt Euch eine Pause vom ganzen Trubel da draußen und genießt den dritten Advent in vollen Zügen <3

Gewürzfleischküchle mit Selleriepüree und Cranberrychutney – Erster Advent

Endlich ist er da – pünktlich zur Eröffnung des Christkindlesmarktes und dem ersten Advent wurde unser schönes Frankenland mit einer zarten weißen Haube bedeckt. Weihnachten kann also kommen! Damit die Feiertage gemütlich und vor allem lecker werden, dürfen ein paar besondere Wintergerichte natürlich nicht fehlen. Wie zum Beispiel eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen aus Großmutters Küche – ihr wisst ja bereits alle, dass ich ein absolutes Omakind war. Es gab für mich nichts schöneres als draußen in der eisigen Kälte herum zu tollen, wohl wissend, dass drinnen eine wärmende Leckerei auf mich wartete. Mein  absolutes Lieblingsessen waren damals wie heute Fleischküchle, am liebsten mit Kartoffelpüree. Aus diesem Grund habe ich mir dieses Jahr einmal Gedanken gemacht, wie man dieses schlichte Gericht noch etwas winterlicher auf den Teller bringen könnte und mich dabei ein wenig von den Nordländern inspirieren lassen.

Gewürzfleischküchle  mit Selleriepüree und Cranberrychutney

Rezept für 4 Personen

800g gemischtes Hackfleisch [ein Teil Schwein/ zwei Teile Rind]
1 rote Zwiebel
2 Eier
1 Brötchen vom Vortag
200ml Milch
1 EL Dijonsenf
1 TL Honig
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl
1/4 Sellerieknolle
6 Kartoffeln
200ml Sahne
200g Butter
3 Muskatblüten
200g Cranberries
4 EL Zucker
1 EL schwarzes Johannisbeergelee
1 Schalotte 
1 Zimtstange
150ml Preißelbeersaft
1 TL Butter
1 Prise Salz

1) Das Chutney geht blitzschnell und lässt sich auch schon vorab wunderbar herstellen und in kleinen Weckgläsern über die Winterzeit aufbewahren – hackt die Schalotte sehr fein und gebt sie zusammen mit den Cranberries, Butter, Zimtstange und Zucker in einen Topf.
2) Schwitzt alles miteinander kurz an und löscht mit Preißelbeersaft ab – sobald die Beeren aufgeplatzt sind, könnt ihr das Johannisbeergelee unter rühren und das Chutney mit etwas Salz abschmecken. 
3) Für die Fleischküchle hackt die Zwiebel nach dem Schälen in kleine Würfel – weicht in der Zwischenzeit das Brötchen mit der lauwarmen Milch und dem Lebkuchengewürz auf.
4) Mischt das Hackfleisch mit Zwiebeln, Senf, Honig, Brötchenmischung, Salz, Pfeffer und grob gehackter Petersilie mit den Händen gründlich durch.
5) Formt aus der Masse 8 Kugeln [lasst zuvor eine Minikugel bei Seite, um sie zur Probe zu braten und evtl. bei der Masse noch mit Salz/Pfeffer nachzuwürzen] und drückt diese leicht flach.
6)Bevor die Fleischküchle in der Pfanne landen wird noch das Selleriepüree vorbereitet – schält Kartoffeln und Sellerie, schneidet alles in grobe Würfel und gart die Stückchen in Salzwasser für 5 Minuten vor.
7) Erhitzt die Sahne vorsichtig mit den Muskatblüten darin – gebt das Gemüse hinzu und köchelt alles so lang, bis die Stücke weich sind.
8) Nehmt die Muskatblüten heraus und zerstampft alles zusammen mit Butter bis das Püree schön cremig ist- mit einer Prise Salz abschmecken. 
9) Nun dürfen auch die Fleischküchle in die heiße Pfanne – brutzelt sie in etwas Pflanzenöl rundum knusprig braun an und bettet sie zusammen mit Chutney auf dem Selleriepüree.
Ja Ihr habt richtig gelesen – Lebkuchengewürz zum Fleisch! Zusammen mit den herben Aromen von Sellerie und Cranberry eine herrlich runde Sache. Ich hoffe Ihr seid auch schon so richtig in Weihnachtsstimmung und könnt heute einen schönen ersten Advent verbringen, mit Schnee und Plätzchen und eben allem was noch so dazu gehört!   

Saucen, Pickles & Co. von Caroline Dafgard Widnersson – Würzig! [Rezension]

Heute wird’s pikant im Lebkuchennest! Die Grillsaison ist eingeläutet und die Sonne lässt sich endlich täglich blicken – höchste Zeit den Vorratsschrank wieder mit leckeren hausgemachten scharfen Saucen, eingelegten knackigen Gemüsen und Würzmischungen zu füllen! Zu aufwändig? Von wegen! Der Hädecke Verlag hat genau das richtige Buch für alle Skeptiker und ich durfte es selbst testen.

Ich gehöre ja dank diverser Unverträglichkeiten zu den Selbermachern – Fertigsaucen und Tütenmischungen sucht man in meiner Küche vergeblich. Aber deshalb auf spontane Abendessen mit leckeren  Würzsaucen, schnellen Marinaden und kleinen knackig angemachten Beilagen verzichten? No way~ Nehmt Euch an einem verregneten Abend einfach ein paar Minuten am Herd statt auf der Couch und profitiert den restlichen Sommer davon. Und das Beste – für die meisten Basisrezepte im Buch müsst ihr nicht einmal extra los ziehen und einkaufen, denn die meisten Zutaten hat man in der gut ausgestatteten Küche schon auf Lager!

Am meisten hat mich die klare Struktur des Buchs, trotz der Fülle an Rezepten überzeugt – es ist für jeden Anlass das Richtige dabei und selbst der größte Kochmuffel lässt sich von den köstlichen Ideen infizieren. Darum konnte auch ich mich kaum entscheiden welches der Rezepte ich Euch heute hier vorstellen möchte – aber warum immer entweder oder? Hier meine sieben Alltagshelden.

Süßer  scharfer Senf

60g Senfkörner
200g Zucker
2 TL Branntweinessig
1 EL Honig
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Ingwer 
1 Messerspitze Koriander
100 ml Wasser 
1) Gebt alle Zutaten in einen Topf und mischt sie gründlich.
2) Kocht die Mischung 5 Minuten leicht auf.
3) Füllt Euren Senf in sterile Gläser und verschließt die Deckel gründlich – nach 2-3 Tagen ist er verzehrfertig [hält sich aber bis zu einem halben Jahr].

Sojamajonaise

2 Eigelb
400ml Pflanzenöl
1 EL Weißweinessig
1 EL Dijonsenf
1 EL Sojasauce
1) Holt am besten alle Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie bei der Zubereitung Zimmertemperatur haben – mischt die Eigelbe mit dem Senf zu einer glatten Masse.
2) Gebt unter Rühren das Öl dazu bis die Majonaise langsam eindickt – schmeckt alles mit Essig und Sojasauce ab.
Fischgewürz
1 EL Fenchelsamen
2 Wachholderbeeren
5 rosa Pfefferbeeren
1 TL Zitronenabrieb
1/2 TL weißer Pfeffer
1 EL getrocknete Petersilie
1 TL Selleriesalz
1 TL getrockneter Lauch
1) Gebt die Fenchelsamen, Wachholderbeeren, Pfefferbeeren zusammen mit Zitronenabrieb in eine Kaffeemühle oder einen Mörser und mahlt alles grob. 
2) Mischt die übrigen Gewürze dazu und verschließt alles luftdicht in einem Glas.

Mit einer hausgemachten Sauce als Beigabe zu einem Essen lässt sich jedes noch so simple Gericht aufwerten – Eure Lieben werden begeistert sein welche Mühe ihr Euch gemacht habt und wie viel Aufwand ihr betrieben habt, dabei stand sie schon im Vorratsschrank um auf ihren Einsatz zu warten. Die Vorbereitungen rentieren sich also in jeder Hinsicht, ihr kocht einmal mit wenig Aufwand vor und spart im Nachhinein massig Zeit und könnt obendrein noch Euer Grillfest, Picknick oder Abendessen aufpeppen! 

Vietnamesische Pickles

400g Rettich in dünne Scheiben geschnitten
2 EL Zucker
150ml Wasser
100ml Reisessig 
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1) Setzt einen Topf auf und kocht Wasser, Reisessig, Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen und Zucker miteinander auf. 
2) Lasst die Mischung abkühlen und gebt sie zusammen mit dem Rettich in ein steriles Glas.
3) Alternativ könnt Ihr auch Radieschen oder Karotten verwenden – die Pickles halten sich im Kühlschrank mehrere Wochen. 
Jalapen~no Pickles
200g Jalapenos
45g Zucker
50ml Branntweinessig
50ml Apfelessig
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
150ml Wasser
1) Gebt wieder Essig, Zucker, Wasser, Pfefferkörner und Koriandersamen zusammen in einen Topf und lasst es aufkochen.
2) Schneidet die Jalapenos klein und gebt die abgekühlte Lake darüber, verschließt alles in einem sterilen Glas mit luftdichtem Deckel.
3) Die Pickles sind im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar und vielseitig einsetzbar. 
 Rote Zwiebel Pickles
4 rote Zwiebeln
300ml Wasser
135g Zucker
50ml Branntweinessig
1 Messerspitze schwarze Pfefferkörner
1) Schält die Zwiebeln und schneidet sie in dünne Ringe – schlichtet sie in saubere sterile Gläser.
2) Kocht Essig, Wasser, Pfefferkörner und Zucker miteinander auf bis sich der Zucker vollständig auflöst.
3) Lasst die Mischung abkühlen und verteilt alles über die Zwiebeln – mit einem Deckel luftdicht abschließen und ab in den Kühlschrank. 
Sichuan Chiliöl
700ml Erdnußöl
2 EL Sichuanpfeffer
1 TL Salz
150g rote Chilischoten
3 Knoblauchzehen
1 Zimtstange
3 cm Ingwer
1/2 EL Koriandersamen
2 Sternanis
6 Kardamomkapseln
1) Erhitzt das Erdnußöl in einem Topf vorsichtig auf 110° C – röstet in der Zwischenzeit alle weiteren Zutaten [bis auf Chilischoten, Knoblauch, Ingwer. Salz und Sichuanpfeffer] in einer Pfanne leicht an. 
2) Gebt die Gewürze in einen Mörser und zerstoßt alles grob.
3) Schält die Knoblauchzehen und schneidet den Ingwer in Scheiben – gebt alles zusammen mit den gemörserten Gewürzen und Sichuanpfeffer zu dem Öl und erhitzt es noch einmal für 10 Minuten.
4) Entweder könnt ihr nun die Schoten im Ganzen mit dem Salz in Gläser füllen, oder ihr entfernt Kerne und Stilansatz und zerkleinert die Schoten im Mörser – gießt das heiße Öl durch ein Sieb darüber und verschließt den Deckel gründlich. 

Das war ein kleiner Querschnitt meiner Lieblingsrezepte aus dieser Fülle an Ideen! Ich hoffe Ihr findet auch ein paar Lieblinge in diesem traumhaften Buch das sowohl Einsteiger als auch Weckprofis anspricht – viel Spaß beim ausprobieren, einkochen und trocknen! 

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