Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Schlagwort: Herbst (page 1 of 2)

Süßkartoffel Shepherds Pie – Sommer Adé

Nachdem Ihr die letzten beiden Sonntage leider, wegen Umbauarbeiten am Blog leer ausgegangen seit, habe ich heute zur Wiedergutmachung ein bisschen Seelenfutter für Euch dabei!

So ungemütlich die dritte Jahreszeit auch sein kann, es geht nichts über die Waldspaziergänge, bei denen man zwischen Moos und Steinen nach Pilzen sucht, nur um es sich danach wohlverdient dick eingemummelt auf der Couch gemütlich zu machen. Im Lebkuchennest wird nach so einem Ausflug am liebsten Shepards Pie aufgetischt – aber nicht der Übliche, sondern eine herbstliche Variante mit Süßkartoffel, Kürbis und Pekannüssen! Dieses Gericht gehört bei uns zu den absoluten Lieblingssoulfoods und kommt nach einem trüben grauen Tag gerade richtig.

Der klassische ´Schäferkuchen´ besteht aus einer Schicht Fleisch mit Bratensoße und on Top eine Kruste aus Stampfkartoffeln – ich habe ein kleines Upgrade am ursprünglichen Rezept vorgenommen und ein bisschen mit den typisch amerikanischen Thanksgiving Zutaten experimentiert. 

Shepherds Pie

Rezept für 4 Personen

1 Süßkartoffel
3 Kartoffeln
2 Muskatblüten
200ml Sahne
100ml Milch
4 EL Butter
50g Pekannüsse
Salz
500 g gemischtes Hackfleisch
2 Möhren
2 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/2 Hokkaido Kürbis
1 EL Tomatenmark
200ml Apfelcider
500ml Fleischbrühe
1/2 TL Zimt
1 EL Butter
frisch gemahlener Pfeffer
frischer Oregano

1) Wir legen mit dem fleischigen Teil los – schält Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und hackt beides in feine Würfel.
2) Der Kürbis wird vom Kerngehäuse befreit und mit samt Schale in der Brühe weich gekocht, anschließend müsst ihr ihn nur noch kurz pürieren [wer es lieber stückiger mag zerstampft einfach alles auf die altmodische Art].
3) Brutzelt das Hackfleisch zusammen mit Möhren, Zwiebeln und Knoblauch im Schmortopf an und gebt Tomatenmark, Salz, Pfeffer, sowie Zimt hinzu – lasst es kurz anrösten und löscht mit Cider ab.
4) Gießt die Mischung aus Kürbis und Fleischbrühe hinzu und lasst alles etwa eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze etwas einkochen.
5) Die Zwischenzeit nutzen wir für die obere Schicht des Pies – schält Kartoffeln und Süßkartoffel und schneidet beides in grobe Würfel.
6) Gebt Milch, Sahne, Muskatblüten, etwas Salz und beide Kartoffelsorten in  den Topf und kocht die Kartoffeln darin gar [am besten funktioniert es im Schnellkochtopf].
7) Wenn die Kartoffeln gar sind, fischt Ihr die Muskatblüten heraus, gebt Butter dazu und stampft alles gründlich durch.
8) Die Hackmischung schmeckt Ihr mit frisch gehacktem Oregano ab und füllt sie in eine gefettete Auflaufform und verteilt das Püree darüber – gebt als Topping noch die gehackten Pekannüsse darüber und überbackt alles für 15Minuten bei 180°C Umluft.

Der Herbst kann also kommen – wir trotzen ihm mit flauschigen Socken an den Füßen und einem deftigen Soulfood im Bauch! Ich wünsche Euch allen einen hoffentlich guten Start in die Woche und viel Spaß beim nachkochen. 

 

Erkältungszeit und Hausmittelchen – Heißer Holundersaft [Sponsored Post/ Werbung]

Der Winter kommt… und mit ihm auch wieder die fiese Erkältungszeit. Mich erwischt es jedes Jahr gleich mehrfach, weshalb ich nach der dritten Krankheitswelle einfach keinen Tee oder heiße Zitrone mehr sehen kann. Aber es gibt nun mal nichts besseres als ein dampfendes Heißgetränk in der Tasse und eine flauschige Decke um es sich darin gemütlich zu machen, wenn es draußen wieder bitte kalt ist und der Körper etwas Erholung braucht.

dsc_0304 Darum habe ich meine liebe Omi einmal gefragt welche Hausmittelchen sie noch in ihrer Trickkiste parat hält. Da sie nur zu gut weiss, dass ich kein Freund der Chemiekeule bin, riet sie mir zu den guten alten Vitaminbomben: Holunder, Preißelbeere und Cranberry, am besten als naturbelassener Saft ohne Zusätze – so hat sie mich schon als Kind immer wieder auf die Beine gekriegt.  Doch schon stand das nächste Problem auf der Matte: habt ihr Euch schon mal in der Grippehochsaison krank in die Apotheke oder ins Reformhaus gequält?

dsc_0285 Zum Glück gibt es mittlerweile zahlreiche Onlineapotheken – nachdem ich das Netz nach einer mit dem passenden Angebot an Muttersäften [100% Fruchtsaft ohne Zusätze oder Konzentrate] durchforstet habe, bin ich bei shop-apotheke fündig geworden. Denn dort gibt es neben dem üblichen Apothekenangebot auch eine tolle Auswahl an Rabenhorstsäften, mit denen ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht habe. Also rein damit in den Warenkorb und bestellt! Nach ein paar Tagen brachte mir der Postbote auch schon meine Geheimwaffe gegen die blöden Viren an die Wohnungstür [bis in den 4. Stock] und ich konnte mit meiner kleinen Heilkur beginnen. Das Rezept für meinen kleinen Selbstversuch möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten…

Heißer Holundersaft

Rezept für 800ml

750ml Holunder[mutter]saft

2 Zitronen

1 Orange

2 Zimtstangen

3 EL Honig [für Veganer Agavendicksaft]

1) Presst den Saft der unbehandelten Zitronen aus und schneidet die ebenfalls unbehandelte Orange in Scheiben.

2) Gebt den Holundersaft zusammen mit Orangenscheiben, Zimtstangen, Honig/Agavendicksaft und Zitronensaft in einen Topf und erhitzt einmal alles sanft [nicht kochen!]. 

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 Das tolle am Holundersaft ist seine fiebersenkende Wirkung und ganz nebenbei könnt ihr mit ihm auch Euren Vitamin Haushalt aufbügeln! Kennt Ihr noch weitere alt bewehrte Hausmittel die Euch über die kalte Jahreszeit helfen? Habt einen schönen Start in den Winter und bleibt gesund – Eure Bella

Herbstklassiker – Zwiebelkuchen

Es war ganz schön was los im Lebkuchennest in den letzten Wochen, weshalb ich einige Zeit nur selten online war. Aber zur Entschädigung habe ich eine deftige Leckerei mitgebracht um Euch das trübe Herbstwetter etwas schmackhafter zu machen.

Ich liebe es ja den Jahreszeiten entsprechend meine Speiseplanung anzupassen und mit dem zu kochen was die Natur in den entsprechenden Monaten für uns zu bieten hat. Umso glücklicher bin ich, dass die Federweißersaison gerade ihren Höhepunkt erreicht hat! Ich bin ein riesiger Fan dieses prickelnd süßen Getränks und kann mir nichts schöneres vorstellen als an einem kühlem Herbsttag über eine der heimischen Kärwas [Kirchweih für alle Nichtfranken unter uns] zu schlendern mit einem Glas Federweißer in der Hand. Er gehört für mich genauso dazu wie der Glühwein am Weihnachtsmarkt. Doch dazu darf natürlich nicht der klassische Zwiebelkuchen fehlen! Den gibt es im Hause Grey mindestens einmal im Jahr und wie sich von selbst versteht natürlich wenn draußen die Blätter fallen.   

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Zwiebelkuchen
Rezept für 1 Blech (cm)
Teig

3 EL Pflanzenöl

300g Mehl

150ml warmes Wasser

1/2 Würfel Hefe

1 TL Zucker

1 TL Salz

1 Eigelb

-

Füllung

500g Zwiebeln

250g Räucherspeck

1 Glas Weißwein

200ml Gemüsebrühe

100g Bergkäse

1 EL Zucker

1 EL Butter

4 Eier

1 Lorbeerblatt

1 Becher Schmand

1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

Salz

Pfeffer

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1) Wir starten mit dem Teig – löst die Hefe im warmen Wasser auf und gebt Zucker dazu – knetet Mehl, Salz und Öl hinein und lasst ihn mindestens eine Stunde ruhen.
2) Während der Teig ein Schönheitsschläfchen hält kümmern wir uns um die Füllung – wenn ihr jemanden gefunden habt der Euch die Unmengen an Zwiebeln schält [Gratulation!] könnt ihr ihn auch gleich noch bitten sie in Ringe zu schneiden.
3) Dünstet die Zwiebelringe zusammen mit dem Lorbeerblatt anschließend mit Butter, Zucker und Salz an – löscht alles mit Wein ab und gießt es mit Brühe auf.
4) Lasst die Zwiebelfüllung eine Stunde abgedeckt einkochen, anschließend abkühlen und röstet derweil den klein gewürfelten Speck an.
5) Damit die Wartezeit nicht zu lang wird geht’s weiter mit dem Teig – rollt ihn etwa einen halben Zentimeter dick aus und verteilt ihn auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech [vergesst nicht den Rand an den Seiten hoch zu ziehen].
6) Ihr werdet etwas Teig übrig behalten, darauß könnt Ihr nach Lust und Laune Euer Teignetz zurecht schneiden und evtl. noch etwas Deko austechen.
7) Stochert mit einer Gabel noch ein paar Luftlöcher quer über den Teig und lasst ihn nochmals Ruhen bis die Füllung ready ist.
8) Rührt in die abgekühlten Zwiebeln den Schmand, Eier, Speck, Salz, Pfeffer und Muskat [angelt aber vorher noch das Lorbeerblatt heraus].
9) Gießt die Füllung auf den Hefeteig und legt das Teignetz darüber aus – für die goldene Farbe bestreicht die Teigränder und das Gitter mit dem verquirleten Eigelb.
10) Backt den Zwiebelkuchen im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft für 25 Minuten goldgelb und lasst ihn vor dem ersten Anschnitt nochmal kurz abkühlen.

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Wem jetzt noch nicht die Tränchen gekommen sind vom ganzen Gezwiebel der sollte jetzt schnell in die Küche huschen, den Ofen anheizen und den Federweißer kalt stellen – dann könnt Ihr Euch schon gleich ein saftiges Stück Zwiebelkuchen gönnen! Verratet mir doch auch Eure liebsten Herbstklassiker – womit kann man Euch bei nass kaltem Schmuddelwetter hinter dem Backofen hervor locken? 

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