Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Schlagwort: Herzhaft

Schnelle Cous Cous-Linsenpfanne von InaIsst [Gastbeitrag]

Heute ist eine Namensvetterin, die zauberhafte Ina von Inais(s)t zu Besuch und hat zur Abwechslung etwas herzhaftes dabei. Jedoch nichts aus der schweren Winterküche, sondern eines ihrer luftig leichten Rezepte aus der Pfanne [eines meiner Lieblingsrezepte von Ina]! Sie ist ebenfalls eine von Frankens Foodbloggern, bloggt schon seit vielen Jahren und ist noch dazu eine liebe Nachbarin von mir aus Nürnberg – doch das lasse ich sie gleich mal selbst erzählen… 

Ich bin Ina und schreibe seit 2012 den Blog “Ina Is(s)t”. Auf dem Blog veröffentliche ich meine liebsten Rezepte aus dem Alltag – von Gugelhupf, über Ofenkartoffel bis zu feinen Trüffeln. „Weniger ist mehr“ beschreibt den Aufwand meiner Rezepte recht gut. Im eigentlichen Leben bin ich Architektin, weshalb es unter der Woche in meiner Küche recht schnell gehen muss. Das Rezept, das ich heute für die liebe Bella mitgebracht habe, ist eine einfach Kreation, die ihr nach der Arbeit zubereiten könnt. Bella und ich wohnen lustiger weise nur knapp zwei Straßen voneinander entfernt und haben uns über das Bloggen kennengelernt. Als sie mich nach einem Gastpost für ihren schönen Blog fragte, habe ich natürlich gleich „ja“ gesagt. Bei unserem ersten Treffen, habe ich für Bella auch eine Couscous-Pfanne mit Gemüse gekocht. Also dachte ich mir – die Tradition führen wir fort! Eigentlich hätten wir das Pfannengericht gleich zusammen verspeisen können aber das ging leider im Eifer des Gefechts unter. Zurück zum Rezept: Der Couscous kocht sich fast von selbst, während die anderen Zutaten schnell in der Pfanne brutzeln. Die meisten meiner Gerichte sind zwar oft schnell zubereitet, kommen mit wenig Zutaten aus aber sind deshalb nicht langweilig. Die säuerlichen Cranberries geben auch diesem Gericht einen geschmacklichen Kick. Je kürzer ihr sie zubereitet, umso knackiger bleiben sie. Wer keine frischen Cranberries bekommt, kann natürlich auch getrocknete Beeren verwenden. Ich hoffe liebe Bella, dass dir mein Gericht gefällt. Vielleicht schaffen wir es ja, die Kreation mal zusammen zu probieren.

Schnelle Couscous-Linsenpfanne mit Hackfleisch und Cranberries

Rezept für 2 Portionen

350g gemischtes Hackfleisch
100g Couscous
50g rote Linsen
1 Möhre
1 mittelgroße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Öl
300-400ml Gemüsebrühe
1 handvoll Cranberries
100g Feta
glatte Petersilie [gehackt]
Salz & Pfeffer

1) Zwiebel und Knoblauch fein hacken – die Möhre schälen und in kleine Stücke schneiden.
2) Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch [mit Salz und Pfeffer gewürzt] darin anbraten – wenn es leicht braun ist, die Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und mit braten.
3) Die Linsen waschen und in der Brühe etwa 8min kochen, dann die Möhren hinzugeben und kurz weiterkochen.
4) Den Linsentopf vom Herd nehmen, den Couscous einrühren, abdecken und quellen lassen.
5) Die Cranberries zum Hackfleisch geben und kurz mit braten.
6) Zum Schluss das Couscousgemisch mit dem Hackfleisch verrühren – an einen Teller geben, Feta darüber bröseln und mit etwas Petersilie bestreuen.

Viel Spaß beim nachkochen und vielen Dank für Deinen Besuch liebe Ina! 

Fränkische Weihnacht – Saure Zipfel

So wie anderswo Würstchen mit Kartoffelsalat, Gänsebraten mit Blaukraut und Klößen zum perfekten Heilig Abend gehören, gibt es in Franken zur Weihnachtszeit Saure/Blaue Zipfel. Alle nicht ortsansässigen werden sich jetzt stirnrunzelnd fragen wovon ich da gerade schreibe? So ging es mir als ich frisch nach Nürnberg gezogen bin und sie zum ersten Mal am 24. Dezember kredenzt bekam auch.

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Karpfen Blau kennt sicherlich jeder – aber Blaue Zipfel? Hier in Franken ist es ein Traditionsessen, dass ich an einem meinem ersten Heilig Abende hier in Nürnberg kennen lernen durfte – seitdem ist es aus meiner Top 10 der Lieblingsweihnachtsessen nicht mehr weg zu denken. Schnell zubereitet und was noch viel wichtiger ist, super schnell vorbereitet, damit es an den Feiertagen entspannt in der Küche zu gehen kann.

Saure Zipfel

Rezept für 4 Portionen

400g frische Nürnberger Bratwürste [roh]

100ml Weißwein

150ml Essig

1 TL Schwarze Pfefferkörner

1 TL Senfkörner

3 Pimentkörner

2 Lorbeerblätter

4 weiße Zwiebeln

2 Möhren

1/2 Liter Gemüsebrühe

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1) Wir setzen zunächst den Sud an [lässt sich auch super am Vorabend zubereiten] – gebt Wasser, Essig, Weißwein und die übrigen Gewürze zusammen in einen Topf.

2) Putzt das Gemüse und schneidet die Zwiebeln in Ringe und die Möhren in feine Scheiben – ab damit in den Topf und kocht den Sud einmal kräftig auf.

3) Jetzt kommen die Hauptdarsteller zum Einsatz – gebt Eure rohen Bratwürstchen hinein und lasst sie über Nacht in dem Sud ziehen [nicht mehr kochen da sie sonst aufplatzen].

4) Dazu gibt es traditionell Brezen oder Sauerteigbrot. 

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Natürlich sind sie nicht halb so glamourös wie ein Weihnachtsbraten, aber mal ehrlich manchmal sind die simplen Gerichte einfach die Besten oder nicht? Und nach der ganzen Plätzchenvöllerei und den vielen Buffets auf den Weihnachtsfeiern kommt ein kleines leicht verdauliches Päuschen gerade Recht.  Lasst Euch die Weihnachtszeit schmecken – Eure Bella

Herbstklassiker – Zwiebelkuchen

Es war ganz schön was los im Lebkuchennest in den letzten Wochen, weshalb ich einige Zeit nur selten online war. Aber zur Entschädigung habe ich eine deftige Leckerei mitgebracht um Euch das trübe Herbstwetter etwas schmackhafter zu machen.

Ich liebe es ja den Jahreszeiten entsprechend meine Speiseplanung anzupassen und mit dem zu kochen was die Natur in den entsprechenden Monaten für uns zu bieten hat. Umso glücklicher bin ich, dass die Federweißersaison gerade ihren Höhepunkt erreicht hat! Ich bin ein riesiger Fan dieses prickelnd süßen Getränks und kann mir nichts schöneres vorstellen als an einem kühlem Herbsttag über eine der heimischen Kärwas [Kirchweih für alle Nichtfranken unter uns] zu schlendern mit einem Glas Federweißer in der Hand. Er gehört für mich genauso dazu wie der Glühwein am Weihnachtsmarkt. Doch dazu darf natürlich nicht der klassische Zwiebelkuchen fehlen! Den gibt es im Hause Grey mindestens einmal im Jahr und wie sich von selbst versteht natürlich wenn draußen die Blätter fallen.   

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Zwiebelkuchen
Rezept für 1 Blech (cm)
Teig

3 EL Pflanzenöl

300g Mehl

150ml warmes Wasser

1/2 Würfel Hefe

1 TL Zucker

1 TL Salz

1 Eigelb

-

Füllung

500g Zwiebeln

250g Räucherspeck

1 Glas Weißwein

200ml Gemüsebrühe

100g Bergkäse

1 EL Zucker

1 EL Butter

4 Eier

1 Lorbeerblatt

1 Becher Schmand

1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

Salz

Pfeffer

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1) Wir starten mit dem Teig – löst die Hefe im warmen Wasser auf und gebt Zucker dazu – knetet Mehl, Salz und Öl hinein und lasst ihn mindestens eine Stunde ruhen.
2) Während der Teig ein Schönheitsschläfchen hält kümmern wir uns um die Füllung – wenn ihr jemanden gefunden habt der Euch die Unmengen an Zwiebeln schält [Gratulation!] könnt ihr ihn auch gleich noch bitten sie in Ringe zu schneiden.
3) Dünstet die Zwiebelringe zusammen mit dem Lorbeerblatt anschließend mit Butter, Zucker und Salz an – löscht alles mit Wein ab und gießt es mit Brühe auf.
4) Lasst die Zwiebelfüllung eine Stunde abgedeckt einkochen, anschließend abkühlen und röstet derweil den klein gewürfelten Speck an.
5) Damit die Wartezeit nicht zu lang wird geht’s weiter mit dem Teig – rollt ihn etwa einen halben Zentimeter dick aus und verteilt ihn auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech [vergesst nicht den Rand an den Seiten hoch zu ziehen].
6) Ihr werdet etwas Teig übrig behalten, darauß könnt Ihr nach Lust und Laune Euer Teignetz zurecht schneiden und evtl. noch etwas Deko austechen.
7) Stochert mit einer Gabel noch ein paar Luftlöcher quer über den Teig und lasst ihn nochmals Ruhen bis die Füllung ready ist.
8) Rührt in die abgekühlten Zwiebeln den Schmand, Eier, Speck, Salz, Pfeffer und Muskat [angelt aber vorher noch das Lorbeerblatt heraus].
9) Gießt die Füllung auf den Hefeteig und legt das Teignetz darüber aus – für die goldene Farbe bestreicht die Teigränder und das Gitter mit dem verquirleten Eigelb.
10) Backt den Zwiebelkuchen im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft für 25 Minuten goldgelb und lasst ihn vor dem ersten Anschnitt nochmal kurz abkühlen.

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Wem jetzt noch nicht die Tränchen gekommen sind vom ganzen Gezwiebel der sollte jetzt schnell in die Küche huschen, den Ofen anheizen und den Federweißer kalt stellen – dann könnt Ihr Euch schon gleich ein saftiges Stück Zwiebelkuchen gönnen! Verratet mir doch auch Eure liebsten Herbstklassiker – womit kann man Euch bei nass kaltem Schmuddelwetter hinter dem Backofen hervor locken? 

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