Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Schlagwort: Vorrat

Würzig! – Saucen, Pickles & Co. von Caroline Dafgard Widnersson [Rezension]

Heute wird’s pikant im Lebkuchennest! Die Grillsaison ist eingeläutet und die Sonne lässt sich endlich täglich blicken – höchste Zeit den Vorratsschrank wieder mit leckeren hausgemachten scharfen Saucen, eingelegten knackigen Gemüsen und Würzmischungen zu füllen! Zu aufwändig? Von wegen! Der Hädecke Verlag hat genau das richtige Buch für alle Skeptiker und ich durfte es selbst testen.

Ich gehöre ja dank diverser Unverträglichkeiten zu den Selbermachern – Fertigsaucen und Tütenmischungen sucht man in meiner Küche vergeblich. Aber deshalb auf spontane Abendessen mit leckeren  Würzsaucen, schnellen Marinaden und kleinen knackig angemachten Beilagen verzichten? No way~ Nehmt Euch an einem verregneten Abend einfach ein paar Minuten am Herd statt auf der Couch und profitiert den restlichen Sommer davon. Und das Beste – für die meisten Basisrezepte im Buch müsst ihr nicht einmal extra los ziehen und einkaufen, denn die meisten Zutaten hat man in der gut ausgestatteten Küche schon auf Lager!

Am meisten hat mich die klare Struktur des Buchs, trotz der Fülle an Rezepten überzeugt – es ist für jeden Anlass das Richtige dabei und selbst der größte Kochmuffel lässt sich von den köstlichen Ideen infizieren. Darum konnte auch ich mich kaum entscheiden welches der Rezepte ich Euch heute hier vorstellen möchte – aber warum immer entweder oder? Hier meine sieben Alltagshelden.

Süßer  scharfer Senf

60g Senfkörner
200g Zucker
2 TL Branntweinessig
1 EL Honig
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Ingwer 
1 Messerspitze Koriander
100 ml Wasser 
1) Gebt alle Zutaten in einen Topf und mischt sie gründlich.
2) Kocht die Mischung 5 Minuten leicht auf.
3) Füllt Euren Senf in sterile Gläser und verschließt die Deckel gründlich – nach 2-3 Tagen ist er verzehrfertig [hält sich aber bis zu einem halben Jahr].

Sojamajonaise

2 Eigelb
400ml Pflanzenöl
1 EL Weißweinessig
1 EL Dijonsenf
1 EL Sojasauce
1) Holt am besten alle Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie bei der Zubereitung Zimmertemperatur haben – mischt die Eigelbe mit dem Senf zu einer glatten Masse.
2) Gebt unter Rühren das Öl dazu bis die Majonaise langsam eindickt – schmeckt alles mit Essig und Sojasauce ab.
Fischgewürz
1 EL Fenchelsamen
2 Wachholderbeeren
5 rosa Pfefferbeeren
1 TL Zitronenabrieb
1/2 TL weißer Pfeffer
1 EL getrocknete Petersilie
1 TL Selleriesalz
1 TL getrockneter Lauch
1) Gebt die Fenchelsamen, Wachholderbeeren, Pfefferbeeren zusammen mit Zitronenabrieb in eine Kaffeemühle oder einen Mörser und mahlt alles grob. 
2) Mischt die übrigen Gewürze dazu und verschließt alles luftdicht in einem Glas.

Mit einer hausgemachten Sauce als Beigabe zu einem Essen lässt sich jedes noch so simple Gericht aufwerten – Eure Lieben werden begeistert sein welche Mühe ihr Euch gemacht habt und wie viel Aufwand ihr betrieben habt, dabei stand sie schon im Vorratsschrank um auf ihren Einsatz zu warten. Die Vorbereitungen rentieren sich also in jeder Hinsicht, ihr kocht einmal mit wenig Aufwand vor und spart im Nachhinein massig Zeit und könnt obendrein noch Euer Grillfest, Picknick oder Abendessen aufpeppen! 

Vietnamesische Pickles

400g Rettich in dünne Scheiben geschnitten
2 EL Zucker
150ml Wasser
100ml Reisessig 
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1) Setzt einen Topf auf und kocht Wasser, Reisessig, Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen und Zucker miteinander auf. 
2) Lasst die Mischung abkühlen und gebt sie zusammen mit dem Rettich in ein steriles Glas.
3) Alternativ könnt Ihr auch Radieschen oder Karotten verwenden – die Pickles halten sich im Kühlschrank mehrere Wochen. 
Jalapen~no Pickles
200g Jalapenos
45g Zucker
50ml Branntweinessig
50ml Apfelessig
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
150ml Wasser
1) Gebt wieder Essig, Zucker, Wasser, Pfefferkörner und Koriandersamen zusammen in einen Topf und lasst es aufkochen.
2) Schneidet die Jalapenos klein und gebt die abgekühlte Lake darüber, verschließt alles in einem sterilen Glas mit luftdichtem Deckel.
3) Die Pickles sind im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar und vielseitig einsetzbar. 
 Rote Zwiebel Pickles
4 rote Zwiebeln
300ml Wasser
135g Zucker
50ml Branntweinessig
1 Messerspitze schwarze Pfefferkörner
1) Schält die Zwiebeln und schneidet sie in dünne Ringe – schlichtet sie in saubere sterile Gläser.
2) Kocht Essig, Wasser, Pfefferkörner und Zucker miteinander auf bis sich der Zucker vollständig auflöst.
3) Lasst die Mischung abkühlen und verteilt alles über die Zwiebeln – mit einem Deckel luftdicht abschließen und ab in den Kühlschrank. 
Sichuan Chiliöl
700ml Erdnußöl
2 EL Sichuanpfeffer
1 TL Salz
150g rote Chilischoten
3 Knoblauchzehen
1 Zimtstange
3 cm Ingwer
1/2 EL Koriandersamen
2 Sternanis
6 Kardamomkapseln
1) Erhitzt das Erdnußöl in einem Topf vorsichtig auf 110° C – röstet in der Zwischenzeit alle weiteren Zutaten [bis auf Chilischoten, Knoblauch, Ingwer. Salz und Sichuanpfeffer] in einer Pfanne leicht an. 
2) Gebt die Gewürze in einen Mörser und zerstoßt alles grob.
3) Schält die Knoblauchzehen und schneidet den Ingwer in Scheiben – gebt alles zusammen mit den gemörserten Gewürzen und Sichuanpfeffer zu dem Öl und erhitzt es noch einmal für 10 Minuten.
4) Entweder könnt ihr nun die Schoten im Ganzen mit dem Salz in Gläser füllen, oder ihr entfernt Kerne und Stilansatz und zerkleinert die Schoten im Mörser – gießt das heiße Öl durch ein Sieb darüber und verschließt den Deckel gründlich. 

Das war ein kleiner Querschnitt meiner Lieblingsrezepte aus dieser Fülle an Ideen! Ich hoffe Ihr findet auch ein paar Lieblinge in diesem traumhaften Buch das sowohl Einsteiger als auch Weckprofis anspricht – viel Spaß beim ausprobieren, einkochen und trocknen! 

Kräuter richtig Konservieren [Kücheneinmaleins]

Wir starten die neue Woche in der Vorratskammer! Jeder stand schon einmal vor diesem Problem – der Frühling steht vor der Tür, frische Kräuter im Überfluss und man kann sich beim Marktbesuch kaum entscheiden was mit nach Hause soll. Die Kräuter daheim  trocknen ist eine Option, bei der man allerdings einiges an Aroma einbüßt – der Griff zur Tiefkühltruhe erscheint dann doch die bessere Alternative. Doch nicht immer steckt die grüne Ausbeute den Kälteschock so gut weg. Darum möchte ich Euch heute eine weitere Möglichkeit zeigen, wie Ihr Eure marktfrischen Kräuter gut über längere Zeit daheim einlagern könnt. 

Was bietet sich da mehr an als der saisonale Frühlingsbote Bärlauch? 

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Es gibt nichts schöneres für mich als sich morgens von den ersten Sonnenstrahlen kitzeln zu lassen und auf die Pirsch nach saisonalem Obst und Gemüse zu gehen. Zur Zeit haben wieder Spargel, Rhabarber und natürlich Bärlauch Saison – leider nur ein kurzes Vergnügen. Grund genug letzteren zum Beispiel für die kommende Grillsaison zu bevorraten! Darum möchte ich die diesjährige Ernte nicht nur zu Pesto, Suppe und Co. verarbeiten, sondern auch in den Hochsommer retten. Wie das gehen soll ohne ihn seines tollen knofelligen Aromas zu berauben? Mit einer simplen Geheimzutat: Olivenöl!

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Es schützt Eure Kräuter beim Einfrieren vor Gefrierbrand und den typischen braunen Verfärbungen die mit der Zeit entstehen können. Ein netter Nebeneffekt sind die Portionsgrößen – hackt die Kräuter Eurer Wahl (so grob oder fein wie es Euch beliebt) und gebt sie in Eiswürfelförmchen, füllt alles mit Olivenöl auf und ab damit in den Gefrierschrank. So habt Ihr wirklich jeder Zeit einen Frischekick zum verfeinern Eurer Gerichte zur Hand! 

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Noch ein paar schnelle Tipps:

  • marktfrische Kräuter oder die eigene Ernte aus dem Garten eignen sich natürlich am besten – je frischer desto besser 
  • sobald die Würfel über Nacht gut durchgefroren sind, lassen sie sich easy für die längere Aufbewahrung in Beutel umfüllen
  • Verwechslungsgefahr – wer völlig im Kräuterrausch versinkt sollte seine Vorräte zur Sicherheit beschriften
  • die Mischung machts – kombiniert gleich mehrere Kräuter miteinander, wie wäre es mit Café de Paris oder einem Bouquet Garni?
  • der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – wenn Euch Olivenöl zu langweilig ist könnt Ihr die Kräuterwürfel noch mit vers. Nussölen, geschmolzener Butter oder Meersalz aufpeppen
  • zur Grillsaison habt Ihr damit schnell einen tollen Ersatz für die hausgemachte Kräuterbutter zur Hand

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Habt Ihr noch mehr Vorschläge zum Aufbewahren und Konservieren von Kräutern?

Dann immer her damit – ich freue mich über Eure Ideen ❤️‍

Goodbye Winter – Selfmade Selleriesalz [Kücheneinmaleins]

Hallo Ihr Lieben – heute geht es zur Abwechslung wieder herzhaft auf dem Blog zu. Wir verabschieden endgültig das Wintergemüse und verbannen es in Fläschchen!

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Der Lebensmittelmarkt wird immer mehr von Geschmacksverstärkern, künstlich im Reagenzglas erzeugten Aromen und Farbstoffen geflutet – sie alle sollen unser Essen schmackhafter und optisch ansprechender machen, doch zu welchem Preis? Was all diese chemischen Zusätze in unseren Körpern anrichten muss ich Euch heute nicht erklären, stattdessen habe ich einen 100% natürlichen Geschmacksbooster dabei!

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