Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Schlagwort: Weihnachten (page 1 of 3)

Camembertstangen mit Wintersalat & Cranberrydip von Jamie Oliver [Rezension] – Happy New Year!

Willkommen zurück meine Lieben,

ich freue mich sowohl bekannte als auch neue Gesichter im Lebkuchennest begrüßen zu dürfen. Es liegt ein turbulentes, chaotisches aber auch erfolgreiches Jahr 2016 hinter uns. Ich hoffe Ihr habt den Feiertagsmarathon gut überstanden und seit fit für den Winter, der sich ja nun auch endlich mal blicken lässt. Ich habe heute nicht nur das erste Rezept für 2017 im Gepäck, sondern auch ein paar Neuerungen im Lebkuchennest geplant.

Meine größte Leidenschaft ist es neue Kreationen zu entdecken und an eigenen Rezepten zu tüfteln, dennoch komme ich kaum an einer Buchhandlung vorbei, ohne in der Kochbuchecke zu stöbern und mir Inspiration zu holen – der Markt boomt mehr denn je. Darum würde ich meine Lieblinge [es gibt kaum etwas Schöneres als den Duft eines frisch gedruckten Buches einzuatmen, wenn man zum ersten mal hindurch blättert] gern in Form einer neuen Kategorie im Lebkuchennest mit Euch teilen.

Darum mache ich mit meinem aktuellen Lieblingskochbuch den Anfang und Starte mit einem leichten winterlichen Salat von Jamie Oliver, aus seinem Weihnachtskochbuch mit Euch ins neue Jahr. Ich habe hier und da das Rezept meinem Kühlschrankinhalt angepasst [bei der Kälte draußen setzt keiner freiwillig einen Fuß vor die Tür] und überlasse Euch welche Variante Ihr ausprobieren möchtet – die Rezepte lassen sich wunderbar abwandeln und kombinieren.

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Camembertstangen mit Wintersalat & Cranberrydip

Rezept für 3 Personen

200 g Camembert 100 g Walnüsse 1 Zitrone 6 Filoteigblätter Olivenöl [nach meinem Gusto] 1 Prise Meersalz etwas Thymian 130 ml Portwein 1 Prise Nelken [nach meinem Gusto] 100g TK Preißelbeeren 1 Schuss Balsamico 1 EL Zucker 1 Prise Salz 1 Chicoree 1 Romasalat 1 Apfel 1 Granatapfel Balsamico Olivenöl [nach meinem Gusto] 1 rote Zwiebel

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1) Wir starten mit den Käsestangen – gebt die Nüsse zusammen mit Camembert, Thymian, Zitronenabrieb und Salz in einen Mixer und mengt alles zu einer krümeligen Masse durch – verteilt die Füllung auf die unteren Ränder der Teigblätter, schlagt die Seiten ein und rollt alles zu einer Zigarre auf.

2) Für den Dip setzt die Preißelbeeren mit Zucker, Nelken und etwas Salz in einem Topf an, löscht alles mit Portwein und Balsamico ab und lasst es kräftig einreduzieren [wer mag kann es anschließend noch pürieren].

3) Weiter geht’s mit dem Salat – schneidet Chicoree und Romasalat in Streifen, gebt die Kerne des Granatapfels dazu.

4) Die Zwiebel kommt in feinen Ringen und der Apfel grob geraspelt dazu –  beträufelt alles mit Olivenöl, Balsamico und etwas Salz [kurz vor dem servieren kurz durch mengen].

5) Zum Finale bestreicht Eure Filostangen mit Olivenöl und röstet sie in einer Pfanne goldbraun an, kurz abkühlen lassen und schon darf serviert werden.

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Natürlich liegt Weihnachten schon hinter uns, aber in diesem Buch finden sich nicht nur aufwendige Festtagsbraten! Es ist vollgepackt mit köstlichen Winterrezepten und tollen Ideen zur Resteverwertung nach den Feiertagen. Um so mehr habe ich mich gefreut als es am Heilig Abend als Geschenk unterm Baum lag und ich direkt nach dem Fest die ersten Gerichte ausprobieren konnte.

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Den Einstieg findet Ihr mit einem kleinen Update an wichtigen Küchenutensilien – Dinge die jeder ambitionierte Hobbykoch in der heimischen Kochwerkstatt zur Hand haben sollte. Begleitet von kleinen Familiengeschichten und stimmungsvollen Bildern geht es weiter zu den leckeren wie vielfältigen Rezepten. Von leichten Vorspeisen, leckeren Gemüsebeilagen, großen Bratenrezepten, Cocktails, kleinen Snacks über vegane Alternativen und Desserts ist einfach für jeden Geschmack und Anlass etwas dabei. Besonders hilfreich sind die Übersichten der Gar- und Ruhezeiten verschiedener Geflügel und Fleischsorten [nicht nur an den Feiertagen praktisch] am Ende des Buches, damit gelingt auch jedem Ungeübten der richtige Garpunkt. 

Ein liebevoll gestaltetes, Generationen übergreifendes Kochbuch [nicht nur für die Feiertage] dass Euch durch die gesamte Winterzeit begleitet und Euch Abwechslung auf den Tisch bringt!

Baumkuchen – Das vierte Lichtlein brennt

Findet Ihr auch dass die Vorweihnachtszeit immer wie ein Express Zug an uns vorbei rauscht? Kaum ist der November runter, rasen die Tage nur so vorbei und alles was man sich vorgenommen hat – auf die Feiertage freuen, sich Zeit für die Familie nehmen, in Ruhe die Geschenke vorbereiten und einfach mal entspannt zu Hause die vier Wände genießen – rückt in weite Ferne, da man sich doch wieder den gleichen Streß wie jedes Jahr macht. So geht es mir dieses Jahr zumindest. Und plötzlich öffnet man das letzte Türchen am Adventskalender und da ist Weihnachten auch schon wieder vorbei. Aber um nicht ganz dem Winterblues zu verfallen und doch noch in etwas vorweihnachtliche Stimmung zu kommen helfen mir immer wieder zwei Kleinigkeiten – die Billboard Christmas Charts ganz laut aufdrehen und die Backschürze umbinden! 

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Und da ich dieses Jahr nicht so ganz in Plätzchenbacklaune war, habe ich mich an einem anderen Weihnachtsklassiker versucht, der bei uns all die Jahre nur in gekaufter Form auf den Tisch kam. Doch ich durfte nach einigen Stunden des Bangens am Backofen feststellen, selber machen lohnt sich und wie! 

Baumkuchen

Rezept für zwei Springformen a 20cm

220g Mehl
250g Butter
100ml Sahne
200g Marzipan
230g Zucker
8 Eier
1 TL Vanillemark
1 Prise Salz
150g Stärke
1 Orange
20ml Rum
200g Vollmilch-/ Zartbitterkuvertüre

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1) Dann mal ran an den Kuchen – trennt zunächst 5 der Eier und schlagt die Eigelbe mit den übrigen Eiern, Zucker, Sahne, Marzipan, Vanillemark, Butter und dem Abrieb der Orange schaumig.
2) Danach könnt ihr die Eiweiße mit Salz steif schlagen und in den Teig Mehl und Stärke einsieben und dabei alles gründlich verrühren, damit sich keine Klümpchen bilden – in der Zwischenzeit heizt Euren Backofen auf 240°C Umluft vor.
3) Verfeinert Euren Baumkuchenteig mit Rum und hebt behutsam das Eiweiß unter – das war auch schon der leichte Teil, jetzt beginnt die Fleißarbeit.
4) Streicht Eure Springformen gründlich mit Butter aus und gebt jeweils die erste dünne Schicht (ca. 2 EL Teig) auf den Boden der Form und streicht alles glatt.
5) Backt die erste Lage Teig für 3 Minuten goldgelb – holt die Formen heraus [falls sich Luftbläschen gebildet haben stecht sie mit einer Gabel oder einem Metallspieß vorsichtig auf] und gebt die nächste dünne Lage Teig darauf [achtet beim verstreichen darauf die untere gebackene Lage Teig nicht zu zerreißen].
6) Dann heißt es nochmal für 3 Minuten backen und weiter mit der nächsten Teigschicht – wiederholt das Ganze so lang bis etwa 18-20 Lagen Teig in jeder Form sind [dann sollte auch der gesamte Teig vollständig aufgebraucht sein].
7) Nachdem auch die letzte Lage Teig gebacken ist, könnt ihr Eure Baumkuchen kurz abkühlen lassen – holt sie anschließend aus der Form und schneidet den äußeren dünnen Rand etwas ab.
8) Gebt die Baumkuchen im noch warmen Zustand in eine Tupperdose [damit sie schön saftig bleiben] und lasst sie darin einige Stunden abkühlen.
9) Jetzt könnt Ihr sie nach Herzenslust dekorieren – ich habe es dieses Jahr klassisch gehalten mit einer Schicht geschmolzener Kuvertüre und getrockneten Orangenscheiben.

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Traditionell wird der Baumkuchen an einem Spieß über offener Flamme gebacken – wie es einst zu dieser Zubereitungsart kam ist leider bis heute nicht genau bekannt. Doch der Baumkuchen hat sich alle die Jahre neben Lebkuchen und Plätzchen wacker als Lieblingsweihnachtsgebäck gehalten. Für mich ist er ein Stück Kindheitserinnerung, dass einfach zum Weihnachtsfest dazu gehört. Mein diesjähriger erster Backversuch am heimischen Ofen hat mich um die 3 Stunden gekostet, doch der Geschmack und das stolze Ergebnis sind jede Minute wert gewesen!  

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Mit diesem Rezept und einem guten Rutsch ins neue Jahr verabschiede ich mich mit meinem Lebkuchennest in den Weihnachtsurlaub und freue mich wieder im Jahr 2017 von Euch zu hören! 

Eure Bella

Winterkaiserschmarrn – Der Weihnachtscountdown läuft!

Die Plätzchenproduktion läuft auf Hochtouren, Geschenkelisten sind geschrieben und die Wohnung ist dekoriert! Jetzt bin ich endlich wieder in meinem Element – Weihnachtszeit. Es darf wieder jeden Tag in der Küche gewuselt werden und es duftet überall köstlich nach Gewürzen. Aber am meisten freue ich mich immer auf die Adventssonntage – morgens in die flauschigen Stricksocken steigen, heimlich in die Küche schleichen und ein leckeres weihnachtliches Frühstück für meine Lieben zubereiten. Natürlich haben wir jedes Jahr unsere Favoriten wie zum Beispiel ein paar leckere Weihnachtswaffeln mit knusprigen Speck dazu, aber ich lasse es mir auch nicht nehmen immer wieder für Abwechslung zu sorgen. Darum gibt es dieses Jahr wieder etwas Neues. 

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Winterkaiserschmarrn

Rezept für 2 Personen

3 Eier
150g Mehl
120ml Milch
60g brauner Zucker
1 Prise Salz
2 EL Butter
1/2 TL Zimt
1 Prise Lebkuchengewürz
Abrieb 1 Orange
100g Mandelblättchen
1 Päckchen Vanillezucker
Puderzucker
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1) So lang noch alle in den Federn liegen beginnen wir mit den etwas leiseren Arbeitsschritten – röstet zunächst die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun an.
2) Trennt die Eier und gebt zu dem Eigelb, Zucker, Zimt, Lebkuchengewürz, Milch und Orangenabrieb – rührt alles zu einer glatten Creme.
3) Zu dem Eiweiß gebt ihr Salz und Vanillezucker, schlagt die Masse steif und hebt sie vorsichtig unter den Teig. 
4) Schmelzt die Butter in der Pfanne und gießt den kompletten Teig hinein – streut die gerösteten Mandeln darüber.
5) Sobald die Unterseite goldbraun ist und der Teig gestockt hat, mit zwei Pfannenwendern vorsichtig drehen. 
6) Zupft den Schmarrn mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke und streut ordentlich Puderzucker darüber. 

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 Natürlich schmeckt der winterliche Kaiserschmarrn nicht nur zum Frühstück, ihr könnt ihn auch super als Dessert in Euer Weihnachtsmenü einbinden oder zwischendurch naschen. Danach geht es dann wieder ans Geschenke einpacken – ein Bummel über den Christkindlmarkt darf am Adventssonntag natürlich auch nicht fehlen!

Macht es Euch gemütlich und genießt die Winterzeit – Eure Bella

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