Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Schlagwort: Winter (page 1 of 3)

Flammkuchen mit Rosenkohl & karamellisiertem Speck – Foodblogger Saisonkalender

Nach einer kleinen Weihnachtspause meldet sich das Lebkuchennest aus dem Winterschlaf zurück! Ab diesem Jahr darf ich Teil des wunderbaren Foodblogger Saisonkalenders sein – zusammen mit vielen weiteren fabelhaften Bloggern gibt es jetzt jeden Monat leckere saisonale Rezepte für Euch! Im Januar haben wir uns dem winterlichen Kohlgemüsen verschrieben. Beim Schlendern über den Wochenmarkt leuchten sie einem gerade überall entgegen – Wirsing und Rosenkohl. Kleine Energiebomben die in der kalten Jahreszeit von keiner Speisekarte wegzudenken sind. 

 

Dank dem Saisonkalender habe ich mich überwunden und an eine mir verhasste Zutat heran gewagt – Rosenkohl. Bei diesem Gemüse scheiden sich die Geister – der eine liebt es heiß und innig, der andere verbindet damit ein Kindheitstrauma. Ich gehörte bisher zur letzeren Kategorie, doch mit dem heutigen Rezept könnt ihr in Zukunft jeden Rosenkohlverweigerer auf die grüne Seite des Tellers holen! Begleitet von rauchigem Speck und karamellig süßem Ahornsirup, sind die Bitterstoffe Geschichte. 

Flammkuchen mit Rosenkohl & karamellisiertem Speck

Rezept für 2 Flammkuchen

220g Mehl
100ml warmes Wasser
1 Ei
1 Prise Zucker
1/2 TL Salz
3 EL Olivenöl
150g geräucherter Bauchspeck
200g Rosenkohl
2 EL Ahornsirup
200g Sauerrahm
1/2 Bund Schnittlauch
1/2 TL Kümmel
1 Wachholderbeere
frisch geriebene Muskatnuss
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
1) Für den Teig gebt ihr Mehl, Salz, Zucker in eine Schüssel und mischt es mit dem lauwarmen Wasser – knetet das Ei und Olivenöl unter die Masse. 
2) Gebt Kümmel, Wacholder und Salz in den Mörser und zerstoßt alles zu einem feinen Pulver.
3) Entfernt die äußeren Blätter und den Strunk des Rosenkohls, schneidet ihn in Scheiben und legt diese in Ahornsirup, Salz, Pfeffer, Kümmel und Wacholder ein. 
4) Schneidet den Speck in dünne Streifen und hackt den Schnittlauch fein, um ihn mit Sauerrahm, Salz und Muskat zu mischen. 
5) Knetet den Flammkuchenteig auf einer bemehlten Fläche durch und ihn anschließend so dünn wie möglich aus [die Masse reicht für ein Backblech oder zwei kleine runde Flammkuchen].
6) Verteilt die Sauerrahmmasse auf dem Teig und verstreut Speckstreifen und Rosenkohl gleichmäßig – heizt den Ofen auf 190°C Umluft vor.
7) Backt die Flammkuchen für 10 Minuten goldbraun und lasst sie vor dem Servieren leicht abkühlen. 
Wer jetzt Lust bekommen hat seine Rosenkohlphobie zu überwinden oder einfach in Flammkuchenlaune geraten ist, der sollte schon mal den Ofen vorheizen – hier noch eine weitere große Flammkuchenliebe von mir. 
 Weitere unwiderstehliche Wirsing- und Rosenkohlrezepte findet ihr heute taufrisch bei den anderen Jungs & Mädels vom Saisonkalender:
Kleiner Kuriositätenladen Rosenkohl-Pickles 
RaspberrysueWirsing-Kartoffel-Pie
Delicious StoriesRosenkohl Pakoras
Jankes*SoulfoodWirsingrouladen mit Lachs
WunderbrunnenWirsing-Pasta mit Bacon
ZimtkeksundApfeltarteRosenkohl-Kürbis-Salat mit Cranberries
 Pottgewächs Wirsing Flammkuchen
Was du nicht kennst…Rosenkohlgratin
Cuisine VioletteWirsingeintopf mit Kartoffeln
pastasciuttaSprütchen im Tütchen

Gewürzfleischküchle mit Selleriepüree und Cranberrychutney – Erster Advent

Endlich ist er da – pünktlich zur Eröffnung des Christkindlesmarktes und dem ersten Advent wurde unser schönes Frankenland mit einer zarten weißen Haube bedeckt. Weihnachten kann also kommen! Damit die Feiertage gemütlich und vor allem lecker werden, dürfen ein paar besondere Wintergerichte natürlich nicht fehlen. Wie zum Beispiel eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen aus Großmutters Küche – ihr wisst ja bereits alle, dass ich ein absolutes Omakind war. Es gab für mich nichts schöneres als draußen in der eisigen Kälte herum zu tollen, wohl wissend, dass drinnen eine wärmende Leckerei auf mich wartete. Mein  absolutes Lieblingsessen waren damals wie heute Fleischküchle, am liebsten mit Kartoffelpüree. Aus diesem Grund habe ich mir dieses Jahr einmal Gedanken gemacht, wie man dieses schlichte Gericht noch etwas winterlicher auf den Teller bringen könnte und mich dabei ein wenig von den Nordländern inspirieren lassen.

Gewürzfleischküchle  mit Selleriepüree und Cranberrychutney

Rezept für 4 Personen

800g gemischtes Hackfleisch [ein Teil Schwein/ zwei Teile Rind]
1 rote Zwiebel
2 Eier
1 Brötchen vom Vortag
200ml Milch
1 EL Dijonsenf
1 TL Honig
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl
1/4 Sellerieknolle
6 Kartoffeln
200ml Sahne
200g Butter
3 Muskatblüten
200g Cranberries
4 EL Zucker
1 EL schwarzes Johannisbeergelee
1 Schalotte 
1 Zimtstange
150ml Preißelbeersaft
1 TL Butter
1 Prise Salz

1) Das Chutney geht blitzschnell und lässt sich auch schon vorab wunderbar herstellen und in kleinen Weckgläsern über die Winterzeit aufbewahren – hackt die Schalotte sehr fein und gebt sie zusammen mit den Cranberries, Butter, Zimtstange und Zucker in einen Topf.
2) Schwitzt alles miteinander kurz an und löscht mit Preißelbeersaft ab – sobald die Beeren aufgeplatzt sind, könnt ihr das Johannisbeergelee unter rühren und das Chutney mit etwas Salz abschmecken. 
3) Für die Fleischküchle hackt die Zwiebel nach dem Schälen in kleine Würfel – weicht in der Zwischenzeit das Brötchen mit der lauwarmen Milch und dem Lebkuchengewürz auf.
4) Mischt das Hackfleisch mit Zwiebeln, Senf, Honig, Brötchenmischung, Salz, Pfeffer und grob gehackter Petersilie mit den Händen gründlich durch.
5) Formt aus der Masse 8 Kugeln [lasst zuvor eine Minikugel bei Seite, um sie zur Probe zu braten und evtl. bei der Masse noch mit Salz/Pfeffer nachzuwürzen] und drückt diese leicht flach.
6)Bevor die Fleischküchle in der Pfanne landen wird noch das Selleriepüree vorbereitet – schält Kartoffeln und Sellerie, schneidet alles in grobe Würfel und gart die Stückchen in Salzwasser für 5 Minuten vor.
7) Erhitzt die Sahne vorsichtig mit den Muskatblüten darin – gebt das Gemüse hinzu und köchelt alles so lang, bis die Stücke weich sind.
8) Nehmt die Muskatblüten heraus und zerstampft alles zusammen mit Butter bis das Püree schön cremig ist- mit einer Prise Salz abschmecken. 
9) Nun dürfen auch die Fleischküchle in die heiße Pfanne – brutzelt sie in etwas Pflanzenöl rundum knusprig braun an und bettet sie zusammen mit Chutney auf dem Selleriepüree.
Ja Ihr habt richtig gelesen – Lebkuchengewürz zum Fleisch! Zusammen mit den herben Aromen von Sellerie und Cranberry eine herrlich runde Sache. Ich hoffe Ihr seid auch schon so richtig in Weihnachtsstimmung und könnt heute einen schönen ersten Advent verbringen, mit Schnee und Plätzchen und eben allem was noch so dazu gehört!   

Maronenknödel auf Kalbsragout mit Rahmwirsing – Herbstknödelei

Der Winter naht mit großen Schritten und jeder verbindet mit ihm seine ganz eigenen Düfte und Geschmäcker. So gehören im Lebkuchennest um diese Jahreszeit Knödel fest zum Küchenprogramm. Meinen Bloggermädels vom ultimativen Pestoding geht es da genauso und darum hat heute jede von uns ihr Lieblingsknödelrezept für Euch dabei!

Bei mir werden saftige Maronenknödel mit deftigem Kalbsragout und Rahmwirsing aufgetischt. Eine kleine Premiere, da ich diese Art von Knödeln zum ersten Mal ausprobiert habe und ich präsentiere Euch voller Stolz das Ergebnis!

Maronenknödel auf Kalbsragout mit Rahmwirsing

Rezept für 4 Portionen

1 Kalbsbeinscheibe
300g Kalbsnackensteak
1-2 Scheiben Bauchspeck
2 Möhren
1/4 Sellerieknolle
2 Zwiebeln
5 Lorbeerblätter
3 Knoblauchzehen
1 EL Butter
2 EL Mehl
2 EL Johannisbeergelee
1 Schuss Madeira
500ml Rinderbrühe
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Zucker
50g Mehl
50g Kastanienmehl
50g gekochte Maronen
1 TL Backpulver
50g Butter
2 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz
– 
1/2 Wirsing
1 Becher Sahne
1 TL Ahornsirup
1 EL Butter
Muskatnuss

1) Wir legen mit dem Ragout los – schneidet den Kalbsnacken zusammen mit den Speckscheiben in mundgerechte Würfel und bratet diese gemeinsam mit der Beinscheibe im Schmortopf in Butter scharf an.
2) Gebt Sellerie, Möhren und Zwiebeln grob gewürfelt hinzu – hackt den Knoblauch in feine Stücke und röstet ihn gemeinsam mit dem Gemüse kurz an. 
3) Löscht alles mit Madeira ab und würzt mit Salz, Pfeffer, Lorbeer und Zucker – verfeinert den Saucenansatz mit Gelee und gießt die Rinderbrühe auf. 
4) Jetzt darf alles abgedeckt für eine Stunde vor sich hin köcheln [bei schwacher Hitze], bis das Fleisch vom Knochen abfällt – zupft die Fleischstücke der Beinscheibe in kleine Stücke und füllt das Ragout in eine Auflaufform um. 
5) Während Euer Fleisch vor sich hin schmurgelt, legen wir mit den Knödeln los – misch die beiden Mehl Sorten mit Backpulver, Salz und Butter.
6) Zerkleinert die Maronen im Mixer und knetet sie zusammen mit Butter und Wasser unter die Mehlmischung – teilt den Teig in 8 kleine Kügelchen und lasst ihn ruhen, bis das Ragout fertig gegart ist. 
7) Setzt die Teigkugeln auf das Ragout und gart alles noch einmal gemeinsam mit Alufolie bedeckt im Ofen bei 170°C Umluft für 30 Minuten [lasst für die letzten 10 Minuten die Folie kurz weg, damit die Knödel eine schöne Farbe bekommen]. 
8) Während die Knödel im Backofen garen könnt Ihr schon mal den Wirsing in Streifen schneiden und in Butter anschwitzen. 
9) Verfeinert alles mit Ahornsirup und Sahne – lasst alles kurz aufkochen und schmeckt mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss ab.

Von den klassischen Knödeln wie man sie hier zu Lande kennt weichen diese britisch angehauchten kleinen Dumplings natürlich schon ein wenig ab, dem Geschmack tut dies aber keinen Abbruch. Wenn Ihr aber immer noch nicht genug von den runden kleinen Leckereien habt, schaut heute unbedingt auch bei den folgenden Mädels vorbei – denn auch dort steht heute alles im Zeichen der Knödel:

Kleiner Kuriositätenladen
Raspberrysue
Möhreneck
Münchner Küche
Jankes*Soulfood 
NOM NOMS Food
Cuisine Violette
ZimtkeksundApfeltarte
Gaumenpoesie
Emilies Treats
S-Küche
Pottgewächs
Madam Rote Rübe
Delicious Stories

 

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