Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Schlagwort: Winter (page 1 of 3)

Gewürzfleischküchle mit Selleriepüree und Cranberrychutney – Erster Advent

Endlich ist er da – pünktlich zur Eröffnung des Christkindlesmarktes und dem ersten Advent wurde unser schönes Frankenland mit einer zarten weißen Haube bedeckt. Weihnachten kann also kommen! Damit die Feiertage gemütlich und vor allem lecker werden, dürfen ein paar besondere Wintergerichte natürlich nicht fehlen. Wie zum Beispiel eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen aus Großmutters Küche – ihr wisst ja bereits alle, dass ich ein absolutes Omakind war. Es gab für mich nichts schöneres als draußen in der eisigen Kälte herum zu tollen, wohl wissend, dass drinnen eine wärmende Leckerei auf mich wartete. Mein  absolutes Lieblingsessen waren damals wie heute Fleischküchle, am liebsten mit Kartoffelpüree. Aus diesem Grund habe ich mir dieses Jahr einmal Gedanken gemacht, wie man dieses schlichte Gericht noch etwas winterlicher auf den Teller bringen könnte und mich dabei ein wenig von den Nordländern inspirieren lassen.

Gewürzfleischküchle  mit Selleriepüree und Cranberrychutney

Rezept für 4 Personen

800g gemischtes Hackfleisch [ein Teil Schwein/ zwei Teile Rind]
1 rote Zwiebel
2 Eier
1 Brötchen vom Vortag
200ml Milch
1 EL Dijonsenf
1 TL Honig
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl
1/4 Sellerieknolle
6 Kartoffeln
200ml Sahne
200g Butter
3 Muskatblüten
200g Cranberries
4 EL Zucker
1 EL schwarzes Johannisbeergelee
1 Schalotte 
1 Zimtstange
150ml Preißelbeersaft
1 TL Butter
1 Prise Salz

1) Das Chutney geht blitzschnell und lässt sich auch schon vorab wunderbar herstellen und in kleinen Weckgläsern über die Winterzeit aufbewahren – hackt die Schalotte sehr fein und gebt sie zusammen mit den Cranberries, Butter, Zimtstange und Zucker in einen Topf.
2) Schwitzt alles miteinander kurz an und löscht mit Preißelbeersaft ab – sobald die Beeren aufgeplatzt sind, könnt ihr das Johannisbeergelee unter rühren und das Chutney mit etwas Salz abschmecken. 
3) Für die Fleischküchle hackt die Zwiebel nach dem Schälen in kleine Würfel – weicht in der Zwischenzeit das Brötchen mit der lauwarmen Milch und dem Lebkuchengewürz auf.
4) Mischt das Hackfleisch mit Zwiebeln, Senf, Honig, Brötchenmischung, Salz, Pfeffer und grob gehackter Petersilie mit den Händen gründlich durch.
5) Formt aus der Masse 8 Kugeln [lasst zuvor eine Minikugel bei Seite, um sie zur Probe zu braten und evtl. bei der Masse noch mit Salz/Pfeffer nachzuwürzen] und drückt diese leicht flach.
6)Bevor die Fleischküchle in der Pfanne landen wird noch das Selleriepüree vorbereitet – schält Kartoffeln und Sellerie, schneidet alles in grobe Würfel und gart die Stückchen in Salzwasser für 5 Minuten vor.
7) Erhitzt die Sahne vorsichtig mit den Muskatblüten darin – gebt das Gemüse hinzu und köchelt alles so lang, bis die Stücke weich sind.
8) Nehmt die Muskatblüten heraus und zerstampft alles zusammen mit Butter bis das Püree schön cremig ist- mit einer Prise Salz abschmecken. 
9) Nun dürfen auch die Fleischküchle in die heiße Pfanne – brutzelt sie in etwas Pflanzenöl rundum knusprig braun an und bettet sie zusammen mit Chutney auf dem Selleriepüree.
Ja Ihr habt richtig gelesen – Lebkuchengewürz zum Fleisch! Zusammen mit den herben Aromen von Sellerie und Cranberry eine herrlich runde Sache. Ich hoffe Ihr seid auch schon so richtig in Weihnachtsstimmung und könnt heute einen schönen ersten Advent verbringen, mit Schnee und Plätzchen und eben allem was noch so dazu gehört!   

Maronenknödel auf Kalbsragout mit Rahmwirsing – Herbstknödelei

Der Winter naht mit großen Schritten und jeder verbindet mit ihm seine ganz eigenen Düfte und Geschmäcker. So gehören im Lebkuchennest um diese Jahreszeit Knödel fest zum Küchenprogramm. Meinen Bloggermädels vom ultimativen Pestoding geht es da genauso und darum hat heute jede von uns ihr Lieblingsknödelrezept für Euch dabei!

Bei mir werden saftige Maronenknödel mit deftigem Kalbsragout und Rahmwirsing aufgetischt. Eine kleine Premiere, da ich diese Art von Knödeln zum ersten Mal ausprobiert habe und ich präsentiere Euch voller Stolz das Ergebnis!

Maronenknödel auf Kalbsragout mit Rahmwirsing

Rezept für 4 Portionen

1 Kalbsbeinscheibe
300g Kalbsnackensteak
1-2 Scheiben Bauchspeck
2 Möhren
1/4 Sellerieknolle
2 Zwiebeln
5 Lorbeerblätter
3 Knoblauchzehen
1 EL Butter
2 EL Mehl
2 EL Johannisbeergelee
1 Schuss Madeira
500ml Rinderbrühe
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Zucker
50g Mehl
50g Kastanienmehl
50g gekochte Maronen
1 TL Backpulver
50g Butter
2 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz
– 
1/2 Wirsing
1 Becher Sahne
1 TL Ahornsirup
1 EL Butter
Muskatnuss

1) Wir legen mit dem Ragout los – schneidet den Kalbsnacken zusammen mit den Speckscheiben in mundgerechte Würfel und bratet diese gemeinsam mit der Beinscheibe im Schmortopf in Butter scharf an.
2) Gebt Sellerie, Möhren und Zwiebeln grob gewürfelt hinzu – hackt den Knoblauch in feine Stücke und röstet ihn gemeinsam mit dem Gemüse kurz an. 
3) Löscht alles mit Madeira ab und würzt mit Salz, Pfeffer, Lorbeer und Zucker – verfeinert den Saucenansatz mit Gelee und gießt die Rinderbrühe auf. 
4) Jetzt darf alles abgedeckt für eine Stunde vor sich hin köcheln [bei schwacher Hitze], bis das Fleisch vom Knochen abfällt – zupft die Fleischstücke der Beinscheibe in kleine Stücke und füllt das Ragout in eine Auflaufform um. 
5) Während Euer Fleisch vor sich hin schmurgelt, legen wir mit den Knödeln los – misch die beiden Mehl Sorten mit Backpulver, Salz und Butter.
6) Zerkleinert die Maronen im Mixer und knetet sie zusammen mit Butter und Wasser unter die Mehlmischung – teilt den Teig in 8 kleine Kügelchen und lasst ihn ruhen, bis das Ragout fertig gegart ist. 
7) Setzt die Teigkugeln auf das Ragout und gart alles noch einmal gemeinsam mit Alufolie bedeckt im Ofen bei 170°C Umluft für 30 Minuten [lasst für die letzten 10 Minuten die Folie kurz weg, damit die Knödel eine schöne Farbe bekommen]. 
8) Während die Knödel im Backofen garen könnt Ihr schon mal den Wirsing in Streifen schneiden und in Butter anschwitzen. 
9) Verfeinert alles mit Ahornsirup und Sahne – lasst alles kurz aufkochen und schmeckt mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss ab.

Von den klassischen Knödeln wie man sie hier zu Lande kennt weichen diese britisch angehauchten kleinen Dumplings natürlich schon ein wenig ab, dem Geschmack tut dies aber keinen Abbruch. Wenn Ihr aber immer noch nicht genug von den runden kleinen Leckereien habt, schaut heute unbedingt auch bei den folgenden Mädels vorbei – denn auch dort steht heute alles im Zeichen der Knödel:

Kleiner Kuriositätenladen
Raspberrysue
Möhreneck
Münchner Küche
Jankes*Soulfood 
NOM NOMS Food
Cuisine Violette
ZimtkeksundApfeltarte
Gaumenpoesie
Emilies Treats
S-Küche
Pottgewächs
Madam Rote Rübe
Delicious Stories

 

Knuspermohnpudding Re Created [Blogevent] – Bake to the Roots

Heute dreht sich alles um Neukreationen – der liebe Marc von Bake to the Roots hat uns Blogger aufgefordert unsere Archive zu durchstöbern und aus Alt wieder Neu zu machen. Zum Blogevent Re Create dürfen die Oldies aus der Anfangszeit in neuem Glanz strahlen und frisch interpretiert werden. Mein Lebkuchennest entstand vor weniger als zwei Jahren und trotzdem kommt es mir schon wie eine kleine Ewigkeit vor…

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Zugegeben die ersten Schritte sind alles andere als professionell und von meinen Bloggerkollegen kann ich mir bis heute noch so das ein oder andere Scheibchen abschneiden. Aber trotzdem bin ich stolz auf meine Anfänge und vor allem die Fortschritte die ich mit meinem kleinen Blog gemacht habe! Was aber noch viel schöner ist, ich habe in der ganzen Zeit eine Menge toller Menschen kennen gelernt, die meine Leidenschaft fürs Kochen und gute Lebensmittel teilen. Wir sind also nicht allein da draußen mit unserer kleinen Foodmanie

Mein Re Create Rezept ist ein kleines Dessert, das Rezept habe ich etwas der Jahreszeit angepasst.

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Knuspermohnpudding mit roter Grütze 2.0

Rezept für zwei Portionen

1/2 Liter Milch

1 Eigelb

1 EL Stärke

3 EL Vanillezucker

2 EL Mohn

1 Vanilleschote

1 Prise Salz

100 g Brombeeren

100 g Himbeeren

1 EL Preißelbeeren

4 EL Zucker

1/2 Zitrone

1 TL Stärke

1 Schuss Himbeergeist

1) Los geht’s mit dem fruchtigen Part, gebt alle Beeren samt Zitronensaft in einen Topf und bringt alles zum kochen.

2) Gebt Zucker und den Himbeergeist dazu – nehmt ein paar Löffel der entstandenen Flüssigkeit ab um die Stärke damit anzurühren, gebt die Mischung unter rühren wieder dazu, bis alles angedickt ist. 

3) Weiter geht es mit dem Pudding – wir knöpfen uns zu erst die Vanilleschote vor: schneidet sie der Länge nach auf und kratzt das Mark heraus.

4) Nebenbei könnt Ihr für noch mehr Geschmack den Mohn in einer Pfanne ohne zusätzliches Öl leicht anrösten – haltet einen Deckel parat, damit Euch die kleinen Körnchen nicht heraus poppen.

5) Anschließend kocht Ihr Mark und Schote zusammen mit der Milch kurz auf [sie muss nicht überschäumen, nur schön heiß sein damit die Aromen sich entfalten können] – mischt separat: Stärke, Eigelb, Salz sowie Zucker  zu einer glatten Masse und rührt sie zügig unter die Milch. 

6) Angelt die Schote heraus und rührt den Mohn unter – gießt die rote Grütze direkt darauf oder serviert es getrennt voneinander. 

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Wie oft habt Ihr Euch schon durch die Gallerie geklickt und wart kurz davor Eure Anfänge zu löschen? Ich bin auch jedes mal kurz davor, wenn ich meine früheren Bilder sehe, am liebsten würde ich alles nochmal neu kochen [die Rezepte sind ja nach wie vor lecker] und alles neu shooten. Aber dann könnte auch keiner mehr die Entwicklung sehen die mein Lebkuchennest gemacht hat.

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