Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Schokoladiger Nusskuchen – HochgeNUSS [Blogevent]

Der Herbst tobt draußen nach allen Regeln der Kunst und auch im Lebkuchennest wird es wieder kuschlig – es wurden schon fleißig Kastanien gesammelt, Spaziergänge im Laub gemacht und die ersten Pilze gepflückt.  Bei dem Schmuddelwetter kann ich einfach nicht auf Nervennahrung verzichten – darum sind Nüsse und Schokolade in dieser trüben Jahreszeit meine ständigen Begleiter, mein Dreamteam. Und weil Nichts über den Duft von frisch gebackenen Kuchen im ganzen Haus geht, habe ich beide in einem unglaublich saftigen Kastenkuchen mit einer extra Portion Schokosplitter vereint. 

Schokoladiger Nusskuchen

Rezept für eine Kastenform

4 Eier
200g Mehl
100g Nüsse [Walnuss, Pekanuss, Mandel, Haselnuss]
60g gemahlene Haselnüsse
1 Päckchen Backpulver
4 EL Kakao
100g Zartbitterkuvertüre
100g brauner Zucker
100g Zucker
1 EL Vanillezucker
1/2 TL Salz
200g Butter
150ml Milch
1 EL Kakaonibs
Margerine
Semmelbrösel

1) Schlagt Eier, Butter und alle drei Zuckersorten schaumig – gebt Milch, Salz, Kakao und Haselnüsse dazu.
2) Siebt nach und nach unter Rühren Euer Mehl und Backpulver in den Teig – hebt die Kuvertüre und übrigen Nüsse grob gehackt unter die Kuchenmasse. 
3) Verfeinert alles mit Kakaonibs und  fettet Eure Backform mit Margerine, streut Semmelbrösel hinein und schüttet alle Brösel die nicht haften bleiben wieder heraus. 
4) Backt den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft für 50 Minuten – lasst ihn anschließend noch einige Minuten bei geöffneter Ofentür ruhen.
5) Nach dem Abkühlen könnt ihr Euren Schokoladentraum aus der Form stürzen und nach Belieben mit Puderzucker oder Kuvertüre verzieren. 

Auch bei der lieben Ina von InaIs(s)t wird es langsam herbstlich auf dem Blog und passend dazu veranstaltet sie wieder eines ihrer wunderbaren Blogevents. Diesmal dreht sich alles um das Gold der dritten Jahreszeit – die Nuss. Egal ob Pekanuss, Macadamia, Paranuss, Maroni, Erdnuß, Cashew, Haselnuss, Mandel, Pistazie, Walnuß oder alle zusammen.

Couronne Bordelaise – Bühne frei für Brot [Rezension]

Parlez-vous français?

Nein keine Sorge, heute habe ich keine Lehrstunde in Französisch für Euch dabei! Aber wir widmen uns der traditionell französischen Backkunst und ich zeige Euch wie Ihr im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen Eure eigenen kleinen Brotkunstwerke herstellen könnt. Nimma Hemmat-Azad verrät in seinem neuen Buch Bühne frei für BROT einige Tricks und Kniffe, um auch in der heimischen Backstube die perfekten Backwerke zu zaubern. 

Von süßen Croissants, über Quiches bis hin zu klassischen Spezialitäten findet sich in dieser wundervollen Rezeptsammlung für jeden Anlass das richtige Gebäck.  Ich habe mich direkt in das stilvolle Cover verliebt und musste für Euch gleich mal ein typisches Gesellenstück eines jeden Bäckerlehrlings in meiner heimischen Backstube testen. 

Couronne Bordelaise

Rezept für eine Brotkrone

560g Weizenmehl Typ 550
140g Roggenmehl
470ml Wasser
13g Salz
5g Trockenhefe
1) Gebt Mehl und Wasser in die Rührschüssel und knetet beides fünf Minuten mit dem Knethaken – lasst den Teig anschließend eine halbe Stunde unter Frischhaltefolie ruhen.
2) Knetet Hefe und Salz nochmal für sieben Minuten unter und lasst die Masse nochmal eine Stunde ruhen.
3) Danach knetet Euren Rohling nochmal von Hand durch, bestäubt ihn mit Mehl und lasst ihn abgedeckt in einer Schüßel über Nacht im Kühlschrank schlafen.
4) Jetzt wird gekugelt – über Nacht hat sich Euer Teig verdoppelt und ihr könnt ihn nun in 8 Kugeln a´130g und eine Kugel a´160g aufteilen.
5) Drückt die Luft aus den Kugeln, klappt die Ecken zur Mitte ein – dreht die glatte Seite nach oben und rollt sie mit kreisenden Bewegungen unter Euren Händen.
6) Bestäubt die Teiglinge mit Mehl und lasst sie unter einem sauberen Küchentuch bei Zimmertemperatur 40 Minuten gehen.
7) Nehmt die größte Teigkugel und rollt sie mit dem Nudelholz kreisrund zu 30cm Durchmesser aus – legt die übrigen 8 Kugeln kreisförmig in Eure Brotform ohne dass sich die einzelnen Kugeln berühren [ich habe meine Gusseiserne Schmorpfanne verwendet] und legt den Teigkreis darüber, so dass alle Kugeln bedeckt sind.
8) Schneidet den Zwischenraum des Kreises heraus und schlagt den Teigrand [er hält die Kugeln zusammen] über die Kugeln, drückt alles leicht an.
9) Jetzt müsst ihr noch ein letztes Mal für eine halbe Stunde geduldig sein und warten bis sich die Kugeln nach dem Ruhen berühren.
10) Heizt den Ofen auf 180°C Umluft vor und stellt ein feuerfestes Gefäß mit 120ml Wasser hinein – kippt Eure Brotkrone schnell aus der Form aufs Backblech und backt sie für 40-45 Minuten goldbraun. 
11) Nach Ablauf der Backzeit öffnet die Ofentür einen Spalt und lasst das Brot noch einmal 10 Minuten in der Wärme ruhren, so bildet sich eine schönere Kruste. 
Neben einer Hülle an leckeren Brotrezepten finden sich in diesem Buch auch das klassische Patisserie Handwerk mit Macarons, französischen Donuts und Tartes. Außerdem wird das Geheimnis um das perfekte Croissant gelüftet! Die Rezepte sind in einfachen Schritten unkompliziert erklärt und man benötigt keine speziellen Maschinen oder Küchengeräte um alles daheim nach zu backen [abgesehen von zwei kräftigen Händen]. Besonders ansprechend finde ich die hochauflösenden Nahaufnahmen der verschiedenen Gebäcke, bei denen man jeden einzelnen Lufteinschluss im Teig mitzählen kann. Umso länger ich darin stöbere desto mehr juckt es mir in den Fingern gleich wieder das Mehl auszupacken und den Ofen anzuheizen. Aber für heute gebe ich mich zufrieden und freue mich schon auf Euer Feedback wenn auch Euch das Brotbackfieber gepackt hat! 
Habt einen wunderschönen Herbstsonntag und genießt den Duft von frisch gebackenen Brötchen der durch die Wohnung schwebt!  

Süßkartoffel Shepherds Pie – Sommer Adé

Nachdem Ihr die letzten beiden Sonntage leider, wegen Umbauarbeiten am Blog leer ausgegangen seit, habe ich heute zur Wiedergutmachung ein bisschen Seelenfutter für Euch dabei!

So ungemütlich die dritte Jahreszeit auch sein kann, es geht nichts über die Waldspaziergänge, bei denen man zwischen Moos und Steinen nach Pilzen sucht, nur um es sich danach wohlverdient dick eingemummelt auf der Couch gemütlich zu machen. Im Lebkuchennest wird nach so einem Ausflug am liebsten Shepards Pie aufgetischt – aber nicht der Übliche, sondern eine herbstliche Variante mit Süßkartoffel, Kürbis und Pekannüssen! Dieses Gericht gehört bei uns zu den absoluten Lieblingssoulfoods und kommt nach einem trüben grauen Tag gerade richtig.

Der klassische ´Schäferkuchen´ besteht aus einer Schicht Fleisch mit Bratensoße und on Top eine Kruste aus Stampfkartoffeln – ich habe ein kleines Upgrade am ursprünglichen Rezept vorgenommen und ein bisschen mit den typisch amerikanischen Thanksgiving Zutaten experimentiert. 

Shepherds Pie

Rezept für 4 Personen

1 Süßkartoffel
3 Kartoffeln
2 Muskatblüten
200ml Sahne
100ml Milch
4 EL Butter
50g Pekannüsse
Salz
500 g gemischtes Hackfleisch
2 Möhren
2 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/2 Hokkaido Kürbis
1 EL Tomatenmark
200ml Apfelcider
500ml Fleischbrühe
1/2 TL Zimt
1 EL Butter
frisch gemahlener Pfeffer
frischer Oregano

1) Wir legen mit dem fleischigen Teil los – schält Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und hackt beides in feine Würfel.
2) Der Kürbis wird vom Kerngehäuse befreit und mit samt Schale in der Brühe weich gekocht, anschließend müsst ihr ihn nur noch kurz pürieren [wer es lieber stückiger mag zerstampft einfach alles auf die altmodische Art].
3) Brutzelt das Hackfleisch zusammen mit Möhren, Zwiebeln und Knoblauch im Schmortopf an und gebt Tomatenmark, Salz, Pfeffer, sowie Zimt hinzu – lasst es kurz anrösten und löscht mit Cider ab.
4) Gießt die Mischung aus Kürbis und Fleischbrühe hinzu und lasst alles etwa eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze etwas einkochen.
5) Die Zwischenzeit nutzen wir für die obere Schicht des Pies – schält Kartoffeln und Süßkartoffel und schneidet beides in grobe Würfel.
6) Gebt Milch, Sahne, Muskatblüten, etwas Salz und beide Kartoffelsorten in  den Topf und kocht die Kartoffeln darin gar [am besten funktioniert es im Schnellkochtopf].
7) Wenn die Kartoffeln gar sind, fischt Ihr die Muskatblüten heraus, gebt Butter dazu und stampft alles gründlich durch.
8) Die Hackmischung schmeckt Ihr mit frisch gehacktem Oregano ab und füllt sie in eine gefettete Auflaufform und verteilt das Püree darüber – gebt als Topping noch die gehackten Pekannüsse darüber und überbackt alles für 15Minuten bei 180°C Umluft.

Der Herbst kann also kommen – wir trotzen ihm mit flauschigen Socken an den Füßen und einem deftigen Soulfood im Bauch! Ich wünsche Euch allen einen hoffentlich guten Start in die Woche und viel Spaß beim nachkochen. 

 

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