Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Round about Herbstblues & Bread Pinwheel [zu Gast bei münchnerküche]

Gestern hatte ich meinen ersten Gastauftritt in der münchnerküche und durfte für Ines die Urlaubsvertretung sein [liebe Grüße nach Portugal <3] – da der Herbst nun langsam an unsere Türen klopft habe ich die Gelegenheit genutzt und den Sommer gebührend mit meinem Bread Pinwheel verabschiedet. 

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Die Pinwheels haben im letzten Jahr die Küchen im Sturm erobert und auch ich konnte mich ihrem Charme nicht erwähren, also überkam mich mal wieder die Lust zu backen – heraus kam dabei dieses herzhafte Bread Pinwheel mit herrlich mediterranen Aromen die den Gaumen kitzeln. Wer sich zuvor noch nie an ein Brot heran gewagt hat, muss jetzt keine Panik kriegen. Das Bread Pinwheel ist noch viel leichter zu händeln als ein ganzer Leib Brot auch ganz ohne Brotbackautomat, Steinofen und Co.! Wenn Ihr also einen echten Hingucker zum Abendbrot möchtet, traut Euch und  dreht mal so richtig am Rad in der Küche.

Mediterranes Bread Pinwheel
Rezept für eine 28cm Tarteform
1 Päckchen Trockenhefe

150 ml warmes Wasser

1 EL Zucker

1 TL Meersalz

1 Ei

2 EL Olivenöl

300g Weizenmehl

100g Roggenvollkornmehl

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100g Serano/Parmaschinken

4 Frühlingszwiebeln

150g Parmesan (frisch gerieben)

4 EL Pesto Eurer Wahl (am besten selbstgemacht)

3 EL Ricotta

frisch gemahlener Pfeffer
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1) Wie beim klassischen Brotteig legen wir mit der Hefe los – löst sie zusammen mit dem Zucker im warmen Wasser auf und gebt nacheinander unter rühren Weizenmehl, Roggenmehl, Salz und Olivenöl hinzu.
2) Lasst Euren Teig eine halbe Stunde unter einem Küchentuch ruhen und knetet anschließend das Ei und den grob gezupften Schinken unter [es sollte Zimmertemperatur haben] – nach einer weiteren Ruhezeit von 15-20 Minuten könnt Ihr den Brotteig flach zu einem Rechteck ausrollen.
3) Jetzt geht es an das Herzstück Eures Pinwheels – die Füllung: Mischt Pesto und Ricotta miteinander und verstreicht alles gleichmäßig auf dem Teig.
4) Gebt die Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten darüber und bestreut alles mit Parmesan – abrunden könnt Ihr alles mit einer Prise frisch gemahlenen Pfeffer.
5) Jetzt wird gebastelt – schneidet den Teig in 4-5cm breite Steifen und dreht Euch aus dem ersten Teigstück eine kleine Schnecke [ähnlich einer Nussschnecke], diese platziert Ihr in einer gebutterten Form – die übriegen Streifen müsst Ihr nun nur noch herum legen und leicht andrücken damit alles zusammen hält.
6) Macht immer so weiter, bis eine übergroße Teigschnecke entstanden ist – deckt sie noch einmal ab und gebt ihr 15 Minuten zum Ruhen.
7) Im vorgeheizten Ofen könnt Ihr Euer Pinwheel bei 180°C Umluft für 20-25 Minuten backen bis es goldbraun ist.
 
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Dieses Bread Pinwheel passt zu vielen Gelegenheiten – wie wäre es mit einem kleinen Picknick um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen, oder einem ausgiebigen Sonntagsbrunch?
So und nun genug getextet – ich verabschiede mich in den Herbst und bedanke mich bei Ines für das kleine Intermezzo in ihrer münchnerküche!

British Summer [Blogevent] – Banoffee Cheesecake

Heute werden noch einmal Sommerträume war – ja ihr habt richtig gelesen! Da die Temperaturen aktuell immer weiter nach oben klettern und der Herbst noch auf sich warten lässt, gehen die Sommerrezepte in die Verlängerung. Wie wäre es also mit einem cremig kühlen Käsekuchen?  

Doch erst einmal die Story behind the Cake… Kennt ihr das – ihr habt wieder einmal Bananen gekauft, in der Hoffnung Euch und Euren Lieben etwas Gutes zu tun und am Ende werden sie von Tag zu Tag bräuner, liegen verschmäht in der Obstschale herum um letzen Endes ihr Schicksal im Müll zu finden? Ich hasse es Lebensmittel weg zu werfen, lebe allerdings mit einem chronischen Konsumopfer zusammen, welches nur frisch gekaufte Nahrung zu sich nimmt und nichts isst was auch nur annährend am MHD kratzt. So entstand letztlich auch die Idee [inspiriert von unserem letzten Besuch in London] Bananen in einen Käsekuchen zu packen…

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Der Banoffeepie ist ja ein absoluter Klassiker in der britischen Küche der mittlerweile ein etwas eingestaubtes Image genießt, darum habe ich ihn aus dem Dornröschenschlaf erweckt und in Form eines fluffigen Cheesecake neu interpretiert: Mein Banoffee Cheesecake lässt Eure Summervibes noch einmal aufleben! Und das Beste: Der Ofen bleibt kalt, bei der Hitze backen wir unseren Kuchen im Kühlschrank. 

Banoffee Cheesecake
Rezept für eine 26cm Pieform
 200g Hafekekse

100g Butter

1 Prise Meersalz

1 Dose Milchmädchen

300g Frischkäse

3 Bananen

3 Blätter Gelatine

2 EL brauner Zucker

200 ml Milch

2 Hand voll Pekannüsse

 1) Wir arbeiten uns von unten nach oben – für den Boden müsst Ihr nur die Kekse und Pekannüsse zerbröseln, mit geschmolzener Butter mischen, am Boden und Rand der Form verteilen – ab damit in den Kühlschrank so lang der Käsekuchen entsteht.

2) Für die zweite Schicht schnibbelt ihr zwei Bananen klein und röstet sie mit dem braunen Zucker kurz an – püriert alles zusammen mit der Milch cremig, rührt die eingeweichte Gelatine ein und hebt den Frischkäse unter.

3) Gießt die Masse auf den Keksboden und dann heißt es noch einmal gut eine Stunde Schönheitsschlaf.

4) In der Zwischenzeit gebt Ihr Eure Milchmädchendose [ungeöffnet] in ein Wasserbad und lasst sie auf niedrigster Stufe köcheln um eine Toffeecreme daraus zu machen.

5) Wenn der Kuchen gestockt hat sollte auch Eure Dose soweit sein [vor dem Öffnen gut abschrecken] gebt noch etwas Meersalz zu Eurem Toffee und gießt es langsam über den Kuchen.

6) Für die Deko wandern noch Pekannüsse und Bananenscheiben on Top

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Und wie es der Zufall so möchte hat die liebe Tanja von Liebe & Kochen  zu einer British Summerparty eingeladen und als vorbildlicher Gast habe ich gleich meine süße Nascherei mitgebracht!  Wenn Ihr jetzt auch Lust auf Süßes bekommen habt, dann nichts wie ran an die Bananen!

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Und vergesst nicht bei Tanjas Sommerfete vorbei zu schauen!

Hitzestop mit samtigen Gurkeneis [Rezept für die Eismaschine]

In den letzten Tagen war es hier im Lebkuchennest wieder etwas ruhiger – es war ziemlich turbulent. Eigentlich wollte ich nur zwei Wochen Urlaub einlegen, von der Arbeit, zu Hause, vom Blog.. Doch irgendwer hat die Sache dann zu ernst genommen und schwups war mein Laptop kaputt – bye bye Du schöne Online Welt! Aber die Zwangspause hielt zum Glück nicht so lang an wie erwartet und hier bin ich wieder mit meinem lädierten Schätzchen und neuen Rezepten im Gepäck [nur weil die Technik schlapp macht muss die Küche ja nicht kalt bleiben, oder vielleicht doch…]

Weil die lang ersehnte Hitzewelle nun endlich angekommen ist, habe ich heute eine Abkühlung für Zwischendurch im Gepäck – samtiges Gurkeneis! Was? Nein kein Schreibfehler – nach verrückten Kreationen mit Basilikum oder Beereneis mit Balsamico musste jetzt die gemeine Salatgurke in der Experimentierküche dran glauben.  Wie es dazu kam? Seht selbst…

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Da ich mein kleines Lebkuchennest in einer idyllischen Altbauwohnung eingenistet habe, die sich in luftigen Höhen befindet, schafft es unser Thermometer schon mal über die 30° Marke. Was läge da näher als die Anschaffung einer Eismaschine? Ja ich bin über gelaufen zu den Eismaschinen Gesagt getan – um das neue Familienmitglied meiner Küchenarmada gebührend einzuweihen [der Obstvorrat im Tiefkühler war leider ziemlich ausgeplündert] musste ein cremig samtiges Eis her.

Gurkeneis
Rezept für 500ml Eiscreme
4 Landgurken

200g Ricotta

1 Prise Salz

4 EL Zucker

1/2 Becher Sahne
1) Entfernt die Enden und das Kerngehäuse der Gurken – gebt Ricotta und Sahne hinzu und püriert alles gründlich.
2) Verfeinert die Masse mit Salz und Zucker.
3) Kühlt die Eismasse auf 6°C herunter und gebt sie für 45-60 Minuten in die Eismaschine.

 

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Wer mag kann sich sein Eis noch mit frischer Minze verfeinern, uns schmeckt es pur und unverfälscht am besten. Das neue Lieblingsstück ist also eingeweiht und ich freue mich auf viele neue Eiskreationen, die ich nun daheim ausprobieren darf. 

Verratet ihr mir Eure liebsten Eisrezepte 2016?

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