Lebkuchennest

Grey's Kitchen

Spekulatiusmousse mit Glühweinkirschen – Zweiter Advent

Wir zünden heute die zweite Kerze an und der Weihnachtscountdown steht fast auf Halbzeit. Höchste Zeit die letzten Geschenke zu besorgen und sich Gedanken über das diesjährige Festtagsmenü zu machen – eine kleine Anregung für den potentiellen Hauptgang gab es ja bereits am Dienstag. Für alle die noch auf der Suche nach einem Nachtisch sind, habe ich mal eine Kleinigkeit vorbereitet.

Spekulatiusmouse mit Glühweinkirschen

Rezept für 4 Dessertschälchen

4 Eiweiß
200g dunkle Schokolade
1 EL Puderzucker
250ml Sahne
1 TL Spekulatiusgewürz
300ml Glühwein
300g Sauerkirschen
100ml Kirschsaft
1 Zimtstange
1 Orange
2 Nelken
1 Anisstern
1 EL Rohrzucker
1)Wir starten mit einem Wasserbad für die Schokolade – hackt die Kuvertüre in grobe Stücke und schmelzt alles vorsichtig in einer Metallschüßel über dem heißen [nicht kochendem/ wird es zu heiß klumpt die Schokolade] Wasser.
2) Schlagt das Eiweiß mit einer Prise Salz steif und schlagt in einer weiteren Schale die Sahne mit dem Puderzucker und Spekulatiusgewürz zu einer fluffigen Creme auf.
3) Hebt nach und nach die leicht abgekühlte flüssige Schokolade unter die Sahne – hebt anschließend das Eiweiß unter [nicht zu lang rühren, damit nicht die ganze Luft aus der Mouse entweicht].
4) Füllt die Schokoladenmouse in Förmchen und stellt sie im Kühlschrank für mindestens 4 Stunden kalt.
5) In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die Glühkirschen – gebt den Glühwein zusammen mit Kirschsaft, Zimt, Anis, Nelken und dem Saft einer Orange, sowie ein paar Zesten mit dem Rohrzucker in einen Topf und lasst alles miteinander für 10 Minuten bei mittlerer Hitze einköcheln.
6) Sobald die Flüssigkeit etwas eingedickt ist, könnt ihr die entkernten Kirschen dazu geben und in dem heißen Sud ziehen lassen.

 Zwischen all dem Feiertagstrubel muss man sich auch einfach mal etwas Süßes gönnen. Darum schmeckt dieses schokoladig leichte Dessert auch nicht nur nach einem deftigen Braten. Außerdem könnt Ihr es natürlich wieder super vorab zubereiten und zu jeder Zeit Eure Gäste damit überraschen! 

Sauerbraten in Lebkuchensauce mit Laugenknödeln und Blaukraut – Fränkisches Weihnachtsdinner

Nach den ersten drei festlichen Gängen darf ich Euch heute den Hauptgang unseres fränkischen Weihnachtsdinner auftischen! Es gibt nicht´s Schöneres als mit einem leckeren Sonntagsbraten die ganze Familie an den Tisch zu locken. Darum habe ich heute ein kleines Familienrezept im Gepäck und es mit meinen liebsten fränkischen Beilagen verheiratet.

Sauerbraten in Lebkuchensauce mit Laugenknödeln und Blaukraut

Rezept für 4 Weihnachtsgäste

1.2kg Rinderbrust
1 TL Senfkörner
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 TL Zucker
1 TL Salz
3 Nelken
4 Pimentkörner
4 Wachholderbeeren
6 Lorbeerblätter
300ml Wasser
200ml Tafelessig
2 Zwiebeln
1 Lebkuchen [ohne Glasur]
1 EL Butter
1 TL Mehl
500ml Wasser
1/4 Rotkohl
2 Lorbeerblätter
4 Nelken
1 Apfel
200ml Apfelsaft
100ml Apfelessig
100g Butter
Salz
Zucker
6 Laugenstangen
1/2 Bund Petersilie
4 Eier
250ml Milch
100g Butter
1 EL Mehl
1/2 Muskatnuss
1 Prise Zucker
1 TL Salz
1) Da Dieses Rezept etwas mehr Vorbereitungszeit benötigt, solltet ihr Euer Fleisch schon mindestens 2-3 Tage vor dem eigentlichen Festessen in einem Sud aus Essig, Wasser, Salz, Zucker, Piment, Lorbeer, Wachholder, Senfkörnern und Pfeffer einlegen [je länger desto besser].
2) Für den Saucenansatz nehmt ihr das Fleisch aus dem Sud [achtet darauf das keine Gewürze mehr daran kleben die später stören könnten] und gebt es mit ein paar der Lorbeerblätter und Butter in heißen Bräter – bratet alles scharf an und werft ein die beiden grob gehackten Zwiebeln dazu.
3) Sobald die Zwiebeln und das Fleisch gebräunt sind, löscht alles mit einem Schuss des Essigsuds ab [bitte durch ein Sieb damit die übrigen Gewürze nicht in der Sauce landen] – gießt alles mit Wasser auf und bröselt Euren Lebkuchen hinein.
4) Der Sauerbraten darf jetzt für die nächste Stunde bei mittlerer Hitze vor sich hin köcheln.
5) Zeit genug sich den Beilagen zu widmen [den Rotkohl koche ich am liebsten schon am Vorabend, damit er die ganzen Aromen der Gewürze in sich aufnehmen kann] – hobelt den Kohl in feine Streifen und kocht ihn mit Apfelsaft, Apfelessig, etwas Salz, Nelken, Lorbeerblättern und einem grob geraspelten Apfel eine Stunde bei geringer Hitze.
6) Am nächsten Tag köchelt ihr das Kraut noch einmal auf, schmeckt es mit Salz, Apfelessig und etwas Zucker ab – bräunt die Butter und rührt sie unter das Blaukraut.
7) Jetzt bekommt auch die Sauce ihren Feinschliff – nehmt das Fleisch und die Lorbeerblätter aus der Flüssigkeit und gebt das Mehl mit ein paar Tropfen Wasser vermischt hinein, um anschließend alles kurz mit dem Stabmixer zu pürieren
8) Für die Knödel kocht ihr die Milch einmal kurz mit der fein geriebenen Muskatnuss auf – schneidet die Laugenstangen [oder Brezen] in Würfel und weicht diese mit der Milchmischung ein.
9) Gebt die Petersilie fein gehackt mit Eiern, Mehl, Salz und Zucker dazu und knetet alles kräftig mit den Händen – formt etwa 12 Knödel aus der Masse.
10) Setzt einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser auf und lasst die Knödel in dem siedenden [nicht mehr kochend!] Wasser garen, bis sie oben schwimmen – danach lasst ihr sie kurz abkühlen und bräunt die Butter in einer Pfanne, um die Knödel darin zu schwenken.

Zugegeben es steckt etwas Aufwand hinter diesem schönen kleinen Weihnachtsessen – doch die glücklichen Gesichter am gedeckten Tisch, wenn sie den ersten Duft aus der Küche wahrnehmen sind die Mühe wert! Zudem lässt sich alles gut vorab zubereiten, um nicht den geballten Stress zu haben, wenn der Besuch bereits vor der Tür steht. In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Freude beim Nachkochen und begebe mich jetzt wieder in die weihnachtliche Winterküche, damit ich Euch auch an den kommenden Adventssonntagen mit ein paar Leckereien versorgen kann. Den süßen Abschluss unseres Menüs findet Ihr übrigens morgen bei der lieben Sonja von AmorundKartoffelsack – also unbedingt vorbeischauen!

Gewürzfleischküchle mit Selleriepüree und Cranberrychutney – Erster Advent

Endlich ist er da – pünktlich zur Eröffnung des Christkindlesmarktes und dem ersten Advent wurde unser schönes Frankenland mit einer zarten weißen Haube bedeckt. Weihnachten kann also kommen! Damit die Feiertage gemütlich und vor allem lecker werden, dürfen ein paar besondere Wintergerichte natürlich nicht fehlen. Wie zum Beispiel eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen aus Großmutters Küche – ihr wisst ja bereits alle, dass ich ein absolutes Omakind war. Es gab für mich nichts schöneres als draußen in der eisigen Kälte herum zu tollen, wohl wissend, dass drinnen eine wärmende Leckerei auf mich wartete. Mein  absolutes Lieblingsessen waren damals wie heute Fleischküchle, am liebsten mit Kartoffelpüree. Aus diesem Grund habe ich mir dieses Jahr einmal Gedanken gemacht, wie man dieses schlichte Gericht noch etwas winterlicher auf den Teller bringen könnte und mich dabei ein wenig von den Nordländern inspirieren lassen.

Gewürzfleischküchle  mit Selleriepüree und Cranberrychutney

Rezept für 4 Personen

800g gemischtes Hackfleisch [ein Teil Schwein/ zwei Teile Rind]
1 rote Zwiebel
2 Eier
1 Brötchen vom Vortag
200ml Milch
1 EL Dijonsenf
1 TL Honig
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl
1/4 Sellerieknolle
6 Kartoffeln
200ml Sahne
200g Butter
3 Muskatblüten
200g Cranberries
4 EL Zucker
1 EL schwarzes Johannisbeergelee
1 Schalotte 
1 Zimtstange
150ml Preißelbeersaft
1 TL Butter
1 Prise Salz

1) Das Chutney geht blitzschnell und lässt sich auch schon vorab wunderbar herstellen und in kleinen Weckgläsern über die Winterzeit aufbewahren – hackt die Schalotte sehr fein und gebt sie zusammen mit den Cranberries, Butter, Zimtstange und Zucker in einen Topf.
2) Schwitzt alles miteinander kurz an und löscht mit Preißelbeersaft ab – sobald die Beeren aufgeplatzt sind, könnt ihr das Johannisbeergelee unter rühren und das Chutney mit etwas Salz abschmecken. 
3) Für die Fleischküchle hackt die Zwiebel nach dem Schälen in kleine Würfel – weicht in der Zwischenzeit das Brötchen mit der lauwarmen Milch und dem Lebkuchengewürz auf.
4) Mischt das Hackfleisch mit Zwiebeln, Senf, Honig, Brötchenmischung, Salz, Pfeffer und grob gehackter Petersilie mit den Händen gründlich durch.
5) Formt aus der Masse 8 Kugeln [lasst zuvor eine Minikugel bei Seite, um sie zur Probe zu braten und evtl. bei der Masse noch mit Salz/Pfeffer nachzuwürzen] und drückt diese leicht flach.
6)Bevor die Fleischküchle in der Pfanne landen wird noch das Selleriepüree vorbereitet – schält Kartoffeln und Sellerie, schneidet alles in grobe Würfel und gart die Stückchen in Salzwasser für 5 Minuten vor.
7) Erhitzt die Sahne vorsichtig mit den Muskatblüten darin – gebt das Gemüse hinzu und köchelt alles so lang, bis die Stücke weich sind.
8) Nehmt die Muskatblüten heraus und zerstampft alles zusammen mit Butter bis das Püree schön cremig ist- mit einer Prise Salz abschmecken. 
9) Nun dürfen auch die Fleischküchle in die heiße Pfanne – brutzelt sie in etwas Pflanzenöl rundum knusprig braun an und bettet sie zusammen mit Chutney auf dem Selleriepüree.
Ja Ihr habt richtig gelesen – Lebkuchengewürz zum Fleisch! Zusammen mit den herben Aromen von Sellerie und Cranberry eine herrlich runde Sache. Ich hoffe Ihr seid auch schon so richtig in Weihnachtsstimmung und könnt heute einen schönen ersten Advent verbringen, mit Schnee und Plätzchen und eben allem was noch so dazu gehört!   
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